Status des Internets 09.01.2015, 12:12 Uhr

Deutschland hinkt webtechnisch hinterher

Die Schweiz hat europaweit die Nase vorn - zumindest, wenn es um die durchschnittliche Internet-Verbindungsgeschwindigkeit geht. Deutschland dagegen ist im dritten Quartal 2014 zurückgefallen.
(Quelle: Shutterstock.com/ramcreations)
Da bringt auch ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr nichts - ein gutes Internet-Zeugnis sieht anders aus: Mit einer durchschnittlichen Verbindungsgeschwindigkeit von 8,7 Mbit/s liegt Deutschland in der DACH-Region nur auf Platz drei hinter der Schweiz (14,5 Mbit/s) und Österreich (10,4 Mbit/s) im dritten Quartal 2014, in der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) steht Rang 16 zu Buche. Im globalen Vergleich rutscht die Bundesrepublik damit gegenüber dem zweiten Quartal 2014 um drei Plätze nach hinten, auf Platz 31. Zu diesem Ergebnis kommt der "State-of-the-Internet"-Bericht von Akamai Technologies, einem Anbieter von Cloud-Services.

Asien liegt klar vorne

Durchschnittliche Übertragungsgeschwindigkeit im weltweiten Vergleich
(Quelle: Akamai Technologies)
Dem Report zufolge ist die Schweiz, die ein Jahreswachstum von 25 Prozent erzielte und international gesehen auf Platz vier kommt, nicht nur in der DACH-Region führend, sondern ebenso in Europa, Afrika udn dem Nahen Osten (EMEA) - gefolgt von Schweden mit 14,1 Mbit/s. Österreich, das seine durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,6 Prozent steigern konnte, liegt EMEA-weit auf dem 13. Platz, weltweit auf Rang 20. Das größte Wachstum im Jahresvergleich innerhalb Europas erzielte Irland mit einem Plus von 47 Prozent, während Frankreich mit plus 5,4 Prozent das schwächste Wachstum verzeichnete.
Das durchschnittlich schnellste Web weltweit gibt es allerdings in Asien. Unangefochtener Spitzenreiter mit einem Wert von 25,3 Mbit/s ist hier Südkorea, gefolgt von Hong-Kong (16,3 Mbit/s), Japan (15,0 Mbit/s) und der Schweiz (siehe Grafik). Weltweit lag die durchschnittliche Verbindungsgeschwindigkeit bei 4,5 Mbit/s.

Schweiz dominiert den Durchschnitt, Rumänien die Spitze 

Durchschnittliche Internet-Spitzengeschwindigkeit im weltweiten Vergleich
(Quelle: Akamai Technologies)
Ein anderes Bild ergibt die Untersuchung der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeiten. In diesem Bereich hat die Schweiz zwar erneut innerhalb der DACH-Region die Nase vorn mit 54,4 Mbit/s und einem Zuwachs um 42 Prozent gegenüber dem dritten des Vorjahres, gefolgt von Österreich mit 40,4 Mbit/s und Deutschland mit 39,2 Mbit/s (plus 29 Prozent). Europaweit allerdings ist Rumänien mit 58,7 Mbit/s das Maß aller Dinge bei der durchschnittlichen Spitzengeschwindigkeit. Ebenfalls über 50 Mbit/s kamen im dritten Quartal 2014 neben Rumänien und der Schweiz auch Schweden, die Niederlande, Belgien und Irland.
Bis zu den internationalen Spitzenwerten, bei denen erneut asiatische Länder dominieren, ist es indes ein weiter Weg: Hong-Kong erreicht 84,6 Mbit/s, Singapur 83,0 Mbit/s, Südkorea immer noch 74,2 Mbit/s und Japan 65,1 Mbit/s (siehe Grafik).



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