Teenager und Social Media 29.10.2013, 08:46 Uhr

Twitter löst Facebook ab

Die Social-Media-Nutzer der Zukunft sind die Teenager von heute. Die technisch versierten jungen Menschen sind eine hochinteressante Zielgruppe für Marketer, und zu wissen, wo sie sich virtuell treffen, ist für Werbungtreibende unerlässlich. Nach neuesten Studien ist der angesagte Treffpunkt nicht mehr Facebook, sondern Twitter.
Soziale Medien und Teenager
Twitter hat Facebook erstmals in der Gunst der US-amerikanischen Teenager abgelöst. Eine Studie, die mehr als 8.000 US-amerikanische Teenager befragte, ermittelte, dass die meisten jugendlichen Social-Media-Nutzer nunmehr den Kurznachrichtendienst dem sozialen Netzwerk vorziehen. Im Herbst 2013 bezeichneten 26 Prozent der Befragten Twitter als "wichtigstes" Netzwerk. Facebook und Instagram folgten mit jeweils 23 Prozent auf dem zweiten Platz. Erst weit dahinter kommt mit vier Prozent der Kurzblogdienst Tumblr.
Die Studie bietet Vergleichszahlen, die den Absturz Facebooks von der Spitze deutlich machen: Vor einem Jahr hatte Facebook noch auf Platz eins mit 42 Prozent der Stimmen gelegen. Damals lag Twitter deutlich dahinter mit 27 Prozent; Instagram war auf Platz drei mit zwölf Prozent. Doch bereits ein halbes Jahr später hatte sich Twitter an Facebook herangepirscht: Während Facebook von 40 Prozent auf 33 Prozent sank, stieg der Anteil Twitters von 27 Prozent auf 30 Prozent an. Interessant: Ein weiteres halbes Jahr später steht Twitter zwar an der Spitze, verlor aber dennoch vier Prozentpunkte auf seinen Stand sechs Monate vorher.
Nutznießer der Entwicklung sind Instagram und neue Netzwerke, die unter der Kategorie "andere" in der verzeichnet sind. Instagram konnte sich innerhalb eines Jahres von zwölf Prozent im Herbst 2012 auf 23 Prozent im Herbst 2013 verbessern. Bei den "anderen Netzwerken" ist der Anstieg noch dramatischer, nämlich von zwei auf 17 Prozent.
Facebook verliert für jugendliche Nutzer an Bedeutung. So ermittelte eine , dass 41 Prozent der 16- bis 18-Jährigen weniger Zeit bei Facebook verbrachten als im Vorjahr. Gleichermaßen glauben 35 Prozent, dass sie in Zukunft noch weniger auf Facebook aktiv sein werden. Dennoch bleibt Facebook der Social-Media-Spitzenreiter: 95 Prozent der Teenager werden auf dem Netzwerk im Jahr 2017 aktiv sein. Für den jetzigen Top-Scorer Twitter dagegen sieht es schlecht aus - nur ein Viertel der 12-bis 24-Jährigen wird dann noch auf dem Kurznachrichtenportal mitmischen.
Die Ergebnisse der RBC Capital Studie bestätigt auch eine Untersuchung vom Mai 2013, die feststellte, dass 90 Prozent der US-amerikanischen Jugendlichen bei Facebook aktiv sind. Die Abwanderung von jugendlichen Nutzern bei Facebook hatte eine Statistik von Social Bakers im April 2013 bereits thematisiert.

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