Änderung im News Feed
26.08.2014, 13:27 Uhr

Facebook sagt Click-Baits den Kampf an

Reißerische Schlagzeile, nichts dahinter - auf diesem Weg sichern sich Webseiten wie "Heftig" Traffic über Social Media. Facebook geht nun mit einem Update des Algorithmus gegen diese Taktik vor.
(Quelle: Shutterstock.com/Denis Vrublevski)
"Oh, mein Gott! Sie werden niemals glauben, was..." - mit Überschriften wie diesen locken Internetauftritte wie der umstrittene Dienst "Heftig" die Nutzer zu sich. Facebook hat jetzt seinen Algorithmus so überarbeitet, dass solche "Click Baits" seltener als bisher im News Feed seiner Mitglieder angezeigt werden. Das teilt das Unternehmen in seinem Blog mit.
Unter "Click Baits" versteht Facebook Links mit Schlagzeilen, die nur wenig über die zu erwartenden Inhalte Preis geben. Diese bekommen oft viele Klicks und erschienen deshalb prominent im Nachrichtenstrom vieler Nutzer. In einer Umfrage teilten allerdings 80 Prozent der Befragten dem sozialen Netzwerk mit, dass sie diese Inhalte nicht als relevant empfinden.
Typischer Link-Bait
(Quelle: Facebook.com)
Als Maßnahme bezieht Facebook jetzt in sein Ranking auch die Zeitdauer mit ein, die ein Mitglied auf der angeklickten Seite verbringt. Je länger diese ist, als umso positiver bewertet das Unternehmen dessen Inhalt.  Zudem fließt auch in die Analyse ein, ob über die Links diskutiert oder diese mit den Kontakten geteilt werden.
Die zweite Neuigkeit betrifft ebenfalls die Links: Das soziale Netzwerk bevorzugt Links, die über die Link-Funktion veröffentlicht werden und bei denen in einem Kasten Informationen der dahinter liegenden Webseite angezeigt werden, gegenüber solchen, die in Status-Updates (ohne Vorschau) oder unter Bildern eingebettet sind.
Vergangene Woche hat Facebook seine Richtlinien geändert und erlaubt den Kunden, die gleiche Anzeige öfter als bisher zu präsentieren. Das bedeutet jedoch nicht mehr Werbung: Die Gesamtzahl der Werbung im News Feed des einzelnen Nutzers bleibt gleich.
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