Kauf-Funktion 20.10.2014, 11:01 Uhr

Twitter wird zum Shopping-Kanal

Twitter testet den Kauf-Button auf Twitter seit vergangenem Monat - und will ihn schon im nächsten Jahr für alle einführen. Zudem erklärt der Dienst, was mit "Suggested Tweets" gemeint ist
Netzwerken, einkaufen, Kaffee trinken
(Quelle: Shutterstock.com/Denys Prykhodov)
Mobil shoppen geht schnell und ist praktisch, vor allem wenn die Nutzer direkt aus einer Werbung heraus den Kaufvorgang nicht nur in Gang setzen, sondern abschließen können. Mit der Idee spielt Twitter bereits seit Anfang September 2014. Damals kündigte das Unternehmen den Test für eine Kaufmöglichkeit im Tweet an. Dieser scheint erfolgversprechend ausgefallen zu sein, denn nach Informationen von Venture Beat will der Kurznachrichtendienst den Kauf-Button für alle einführen.
Bereits innerhalb des ersten Quartals 2015 können Werbekunden in ihre Twitter-Anzeigen auch eine Kauffunktion einbauen. Der Shopping-Button taucht allerdings nur in der mobilen App auf. Der Klick führt dann nicht wie bisher zur Webseite des Unternehmens, sondern öffnet ein neues Fenster auf Twitter, in dem der Kaufprozess ausgeführt wird. Twitter ist derzeit nicht das einzige Netzwerk, das mit einer solchen Funktion experimentiert. Auch Facebook ist an der Idee eines Kauf-Buttons dran: Das soziale Netzwerk startete im Juli 2014 einen Test für kleinere und mittelgroße Unternehmen.
Gleichzeitig arbeitet Twitter weiterhin an seinen so genannten Suggested Tweets. Dabei handelt es sich um "vorgeschlagene" Beiträge, die Mitgliedern eingeblendet werden, obwohl sie mit den Verfassern verbunden sind. Das Unternehmen hatte die Suggested Tweets im August 2014 eingeführt und erklärt nun in einem Blogbeitrag, welche Strategie es damit verfolgt: "Ein Ziel unserer Experimente ist, eure Timeline kontinuierlich zu verbessern", so Trevor O'Brien vom Twitter Product Team.Um dies zu erreichen, könne es sinnvoll sein, Tweets auch von jenen Nutzern anzuzeigen, mit denen ein Mitglied (noch) nicht verbunden sei. Ausgesucht werden diese Inhalte auf der Basis von Reaktionen solcher Nutzer, denen die User wiederum folgen oder auch der allgemeinen Beliebtheit der entsprechenden Tweets.

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