SMX 2015
18.03.2015, 14:15 Uhr

Ok, Google, regle mein Leben

Wie sieht die Zukunft der Suche aus? Beshad Behzadi von Google illustrierte auf der SMX 2015, wie Google immer mehr zum persönlichen Assistenten für alle Belange im Alltag wird.
(Quelle: Shutterstock.com/Mikko Lemola)
"Ok, Google, wer bin ich und wohin gehe ich?" Seit der Gründung von Google im Jahr 1998 hat sich die Suche deutlich weiterentwickelt. Wie sich die Suchmaschine immer mehr zum Assistenten für sämtliche persönliche Belange im Alltag entwickelt, zeigte Beshad Behzadi, Director of Conversational Search bei Google, auf der Search Marketing Expo (SMX) 2015 in München.
"Die Welt wird mobil, 2015 werden die Menschen bereits mehr Suchen über Smartphones und Tablets als über den Desktop PC durchführen", stellt Behhzadi klar. In dieser mobilen Welt bekommt die sprachgesteuerte Suche über Dienste wie Siri und Google Now eine immer größere Bedeutung. Menschen formulieren ihre Suche nicht mehr in Stichworten, wie etwa "Wetter München", sondern in ganzen Sätzen: "Wie ist das Wetter in München?"
"Die Suche der Zukunft sollte ein ultimativer Assistent sein, der die Welt, dich und deine Welt und dein gegenwärtiges Umfeld versteht", sagt Behzadi. Bereits heute ist der Sprachassistent Google Now nicht nur in der Lage Fragen zu beantworten wie etwa "Wie viele Einwohner hat Deutschland?", sondern kann auch den Kontext eines Gesprächs erfassen.
Behzadi führt das am Beispiel des Empire State Building vor. Zunächst fragt er den Sprachassistenten: "Ok Google, wo ist das Empire State Building". Die nächste Frage lautet nur noch "Wie groß?". Der Assistent verknüpft die Frage mit der hervorgegangenen und antwortet "381 Meter", auf die Frage "Wann" antwortet er "1929" und so weiter. Ähnliches funktioniert bei der Bildersuche, indem der Nutzer etwa bei "Zeige mir Bilder von Mario" Fotos des Fußballspielers Mario Götze angezeigt bekommt, wenn es bei der vorhergegangenen Frage um den FC Bayern ging.
Auch den räumlichen Kontext des Nutzers kann der Dienst erfassen und zum Beispiel den Namen eines Gebäudes ermitteln, vor dem der User steht. Selbstredend, dass der Dienst auch E-Mails verschicken oder Musik abspielen kann. "Der ultimative Assistent ist kein Science Fiction mehr", stellt Behzadi fest. Bleibt nur die Frage, ob Menschen sich in Zukunft noch alleine im Alltag zurechtfinden werden, wenn sie ihr komplettes Leben ihrem persönlichen Assistenten anvertrauen.
Je mehr Unternehmen ins Suchmaschinenmarketing investieren, umso schwieriger wird es, sich von der Masse abzuheben. Rand Fishkin gab auf der SMX 2015 Tipps, wie das gelingt.
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