INTERNET WORLD Business 24.02.2014, 08:30 Uhr

"Die Vorbereitung war sehr intensiv"

Wenn für die Besucher alles neu ist, ist der Großteil der Arbeit getan. INTERNET WORLD Business sprach mit Björn Adrian, als Senior Produktmanager Digitale Medien für den Relaunch verantwortlich.
Mag keine Überraschungen beim Relaunch: Björn Adrian
Welches Ziel hat sich der Verlag mit dem Relaunch der INTERNET WORLD Business im Netz gesetzt?
 
Björn Adrian: In erster Linie wollten wir den Ansprüchen eines modernen und leistungsfähigen Internet-Auftritts gerecht werden. Zudem neue Funktionen und Features einführen und die wichtigsten Elemente, die die Seite bietet, in den Vordergrund rücken.
 
Welchen Ansatz habt ihr dafür gewählt?
 
Adrian: Wir setzen die Artikel durch eine besondere grafische Darstellung besser in Szene und bewegen uns dabei weg von der klassischen Darstellung mit Dachzeile, Titel und Teaser. In der aktuellen Version legt sich der Teaser über das Bild, das schafft eine ganz neue Optik. Zudem sind die News über die Sidebar immer erreichbar, egal wo sich der Nutzer auf der Seite gerade befindet.
 
Wie ist die Navigation konzipiert?
 
Adrian: Navigation, das Wort muss man bei der neuen Webseite der INTERNET WORLD Business schon fast in Anführungszeichen setzen, denn diese beschränkt sich auf die fünf Hauptbereiche der Seite. Dazu kommt noch eine Handvoll anderer wichtiger Themen. Die Navigation ist "sticky", bleibt also immer im sichtbaren Bereich des Bildschirms - wie das Werbeformat Medium Rectangle rechts oben. Das ist für die mobile Nutzung entscheidend, ebenso wie der eigene Scroll-Balken der Sidebar, die sich damit unabhängig vom Content-Bereich bewegen lässt.
 
Aus welchem Grund habt ihr Autorenseiten eingeführt?
 
Adrian: In erster Linie bedienen wir damit  Google - und befriedigen aber auch die Neugierde der Leser, die wissen möchten, wer hinter einem bestimmten Artikel steckt. Das stärkt die Interaktion zwischen Redaktion und Nutzern.
 
Neu ist auch das Logo…
 
Adrian: Das neue Logo der INTERNET WORLD Business knüpft an das der Internet World Messe an - schließlich sind beides erfolgreiche Marken, die voneinander profitieren können. Damit haben wir zum ersten Mal einen einheitlichen visuellen Auftritt.
 
Nicht nur im sichtbaren Bereich, auch im Backend ist alles neu.
 
Adrian: Wir haben die INTERNET WORLD Business auf InterRed als Redaktionssystem umgestellt, das die Neue Mediengesellschaft Ulm seit April 2013 schon erfolgreich bei der com! einsetzt. Das CMS ermöglicht die plattformunabhängige Veröffentlichung von Inhalten - jeder Text, jedes Bild kann im Netz, mobil, in Apps und als Print-Objekt erscheinen. Und zwar redaktionsübergreifend. Dazu passt auch, dass sich die Online-Redaktionen der Neuen Mediengesellschaft - die der INTERNET WORLD Business, der com! und der Telecom Handel -  mit der Printredaktion der INTERNET WORLD Business ein Büro teilen, um sich so besser auszutauschen.
 
Der Relaunch hat neun Monate gedauert, das ging ziemlich fix. Wie groß war das Team?
 
Adrian: Der harte Kern waren vier Personen: Marco Parrillo, Ingo Steiner aus der Software-Entwicklung, Patrick Schmitt aus dem Produktmanagement und ich. Wenn ich jedoch alle berücksichtige, die intern und extern in irgendeiner Weise am Relaunch mitgearbeitet haben, komme ich auf fast 20 Personen.
 
Wer hat die Entwicklung und die Grafik übernommen?
 
Adrian: Die Entwicklung kam von digitalmobil, ebenfalls ein Unternehmen der Neuen Mediengesellschaft Ulm, das im gleichen Haus sitzt wie wir. Die Grafik ist unter der Leitung von Art Directorin Maria-Luise Sailer intern entstanden.
 
Wie seid ihr in der Planung vorgegangen?
 
Adrian: Unsere Vorbereitung war sehr intensiv. Wir hatten die Struktur klar im Kopf und haben auf dieser Basis die Grafik entwickeln lassen - und die Konzepte angepasst. Diese haben wir Woche für Woche an die Entwickler gegeben. Das ist reibungslos verlaufen.
 
Es gab da keine Probleme? Berichte von Relaunches klingen oft ganz anders.
 
Adrian: Selbstverständlich gab es Probleme und es wird auch nach dem Launch noch welche geben, doch es war bisher nichts Unvorhergesehenes dabei.
 
Was ist der größte Fehler, den man bei einem Relaunch machen kann?
 
Adrian: Zu viele Köche den Brei verderben lassen. Natürlich sollte man versuchen, alle Parteien einzubinden. Aber manchmal muss man die Leute vor vollendete Tatsachen stellen. Nur so funktioniert‘s.
 
Wenn das so gut geklappt hat - was kommt als Nächstes?
 
Adrian: Ganz weit oben auf unserer Liste steht eine für Smartphones optimierte Webseite, auf Tablets sieht unser neuer Auftritt schon klasse aus und der Newsletter wurde bereits im April 2013 an die Nutzung durch mobile Endgeräte angepasst. Zudem wollen wir eine geschlossene Community einführen, über die auch Abos und Event-Tickets verkauft werden können.

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