Tipps für Händler 10.10.2014, 08:00 Uhr

Retargeting fürs Weihnachtsgeschäft

Gut organisierte Online-Händler beginnen bereits jetzt, ihr Geschäft für Weihnachten zu rüsten. Retargeting-Kampagnen können beim Marketing eine wichtige Rolle spielen.
(Quelle: Shutterstock.com/Molesko Studio)
Google Trends zufolge beschäftigen sich die Verbraucher ab Mitte Oktober mit ihren Weihnachtseinkäufen. myThings, Spezialist für datengetriebene Performance-Displaywerbung und  Programmatic Advertising, gibt sieben Tipps, wie Händler sich mit Retargeting auf die Saison vorbereiten können.
1. Optimierung der Bietstrategien
Es ist natürlich wichtig, das Bidding während Tagen wie dem Black Friday und Cyber Monday zu boosten. Schlüsselstelle ist allerdings das CRM, in dem genau nachvollzogen wird, welche User welche Produkte während der Weihnachtszeit im Vorjahr erworben haben.

2. First-Party-Daten
Eine User-ID und deren Wert kann einfach zu jeder Retargeting-Kampagne hinzugefügt werden, wie es auch bei einer Produkt-ID üblich ist. So wird ein Bidding unter Wettbewerbern für bereits bekannte Nutzer ermöglicht. Auf den User zugeschnittene Werbemittel können schon eingeblendet werden, bevor dieser aktiv mit dem Produkt-Browsing beginnt.

3. Cross-Device-Retargeting

Ein weiterer wichtiger Faktor des CRMs ist es, effizientes Cross-Device-Retargeting mit getaggten Log-in-IDs zu ermöglichen. Da Verbraucher inzwischen ständig zwischen (mobilen) Endgeräten wechseln, ist dies der zuverlässigste Weg, eine effektive User-Experience über alle Kanäle zu ermöglichen und gelichzeitig den ROI zu messen.

4. Kontinuierliches Branding
Eine Online-Kampagne muss in Kreation und Umsetzung saisonal stimmig mit der Marke sein. Da dynamisch aufgebaute Werbemittel einige Limitierungen mit sich ziehen, muss man sich bewusst sein, dass normale dynamische Retargeting-Werbemittel auf Templates basieren, die eine Marke nicht immer unbedingt saisonal widerspiegeln können. Komplexere dynamische Werbemittel-Plattformen ermöglichen es jedoch talentierten Designern, diese Einschränkungen zu überwinden und die Gestaltung der Werbemittel passend zu Branding und Saison zu optimieren.

5. Dynamisch aufgebaute Werbemittel
Der Zeitpunkt der Auslieferung der Werbemittel vor Weihnachten ist ausschlaggebend. Das Anzeigen eines genauen Liefertermins eines Banners kann ein höheres Engagement mit dem Verbraucher erzielen. Ein Produkt-Countdown kann bewirken, dass potenzielle Käufer schneller zugreifen, genau wie die Anzahl der zuletzt gekauften Produkte von anderen Verbrauchern ebenfalls zum Kauf überzeugen kann.

6. Segmentierung
Segmentierte Retargeting-Kampagnen mit individueller Preisgestaltung, Kreation und Messaging sind ebenfalls ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das allgemeine Weihnachtsflair kann mit Geschenk- oder Spielzeug-Leitmotiven nochmal betont und an Verbraucher ausgespielt werden, die bereits nach ähnlichen Produkten gesucht haben.

7. Produktempfehlungen
Banner sollten nicht nur individuell angepasste Produkte enthalten, sondern auch Produktvorschläge, die zum Beispiel im Vorjahr während der Weihnachtszeit zu den meist-gekauften Artikeln gehörten.

Im Juli fällt für Amazon der Startschuss: In diesem Monat beginnt der Web-Händler, Saisonarbeiter für Weihnachten einzustellen - und präsentiert seine Geschenkideen. Und da sind echte Knaller dabei.

Das US-Weihnachtsgeschäft steht unterdessen vor einem Logistik-Desaster. 340 Millionen Pakete pro Tag mussten die US-amerikanischen Logistik-Dienstleister in den drei Wochen vor Weihnachten 2013 ausliefern - in Kombination mit einigen Winterstürmen eine unlösbare Aufgabe, die das Web-Weihnachten für viele Konsumenten verdarb: Diverse Pakete kamen nicht pünktlich zur Bescherung an. Das Problem aus dem Vorjahr könnte sich dieses Jahr wiederholen - oder sogar noch schlimmer ausfallen, warnte Forresters Chef-Analystin Sucharita Mulpuru auf der Shop.org in Seattle.

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