Serie, Teil 1 14.11.2016, 08:10 Uhr

Rote Karte von Google: Umgang mit Penalties

Wer es bei der Suchmaschinenoptimierung übertreibt, wird von Google abgestraft: Die Website rutscht im Suchindex nach hinten. Jetzt ist konsequentes Handeln gefragt.
(Quelle: Fotolia.com/Boydz1980)
Von Bernhard Ollefs, Gründer und Partner der Internet-Agentur Webworks
Kaum etwas wird in der SEO-Welt mehr gefürchtet als eine von Google verhängte "manuelle Maßnahme wegen unnatürlicher, manipulativer Links". Die Website kann daraufhin im Suchindex zurückfallen oder gar aus ihm verschwinden. Die Folge: massive Traffic- und Umsatz­einbrüche. Für viele Shop-Betreiber kommt ­eine solche Abstrafung völlig unerwartet und ist nur schwer zu bewältigen. Im Rahmen dieses Artikels zeigen wir auf, wie Sie einer solchen Penalty begegnen können.
Grundsätzlich wird bei SEO zwischen algorithmischen und manuellen Abstrafungen unterschieden.

Algorithmische Abstrafung

Hierbei handelt es sich um eine Herabstufung, die sich aus einer Veränderung des Google-Algorithmus ergibt. Die Webseite wird "neu bewertet" und rückt in den Such­ergebnisseiten nach hinten.
Algorithmische Penalties werden niemals "manuell" von Google-Mitarbeitern vergeben, sie laufen automatisch ab. Das aktuelle Penguin-Update verfolgt etwa das Ziel, Webspam in den Suchergebnissen einzudämmen.

Manuelle Abstrafung

Anders als algorithmische Abstrafungen werden manuelle Maßnahmen von Google-Mitarbeitern "manuell" vergeben. Im Klartext: Ein echter Mitarbeiter schaut sich die eingehenden und ausgehenden Links Ihrer Webseite an, entscheidet, dass Sie es mit Ihren Links "zu weit getrieben" haben, und verhängt eine entsprechende Strafe gegen Ihre Webseite. Der betroffener Webseitenbetreiber wird darüber in der Google Search Console ­informiert und erhält eine Nachricht.
Ursache für die Vergabe der manuellen Maßnahme sind Verstöße gegen die ­Google-Link-Richtlinien. Die "manuelle Maßnahme" wird erst dann entfernt, wenn der Webseitenbetreiber die Ursache beseitigt und Google mittels eines sogenannten Reinclusion Request über die Beseitigung der Ursachen informiert hat. Jeder Reinclusion Request wird manuell geprüft - nur wenn die Ursache vollständig entfernt wurde, entlässt Google die eigene Web­seite aus der Abstrafung.
Für Sie als Webmaster hat die "manuelle Maßnahme" ­einen klaren Vorteil: Sie kennen die Ursache des Traffic-Einbruchs Ihrer Webseite, da Google Sie explizit über die Google Search Console informiert - somit können Sie gezielt gegensteuern. Bei einer ­algorithmisch bedingten Abstrafung, die aufgrund eines Updates zustande kommt, ist es in der Anfangsphase meist noch unklar, welche Ursachen für die Verschlechterung der eigenen Auffindbarkeit verantwortlich sind. Die Bekämpfung ist daher ungleich schwieriger.




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