Für alle AdSense-Nutzer 28.07.2015, 11:13 Uhr

Cookie-Einverständnis: Google fügt sich EU-Regelung

Keine Cookies ohne User-Einverständnis: Google ändert seine "Richtlinie zur Einwilligung der Nutzer in der EU", wonach Publisher nun das Einverständnis der Seitenbesucher zur Datennutzung brauchen.
Cookies nur mit vorheriger Zustimmung
(Quelle: Fotolia.com/Julian Weber)
Webseitenbetreiber, die Google-Produkte oder -Dienste wie DoubleClick oder AdSense in Anspruch nehmen, müssen sich mit neuen Richtlinien vertraut machen. Als Reaktion auf die Compliance-Vorschriften der EU benötigen Publisher in Zukunft das Einverständnis der aus der EU kommenden Seitenbesucher für die Sicherung oder Nutzung ihrer Daten. "Für Google gilt schon immer, dass wir uns an das Datenschutzrecht halten", so Jason Woloz, Security und Privacy Program Manager, Display und Video Ads im Inside AdSense-Blog. "Daher haben wir zugestimmt, Änderungen durchzuführen, die unsere eigenen Produkte und unsere Produkte nutzende Partner betreffen."
Darüber hinaus regt Google seine Publisher an, ihre eigenen Datenschutzregelungen entsprechend zu überarbeiten. Dazu hat der Konzern bereits eine eigene Webseite namens Cookie Choices eingerichtet, die den Webseitenbetreibern Tools und Informationen zur Anpassung ihrer Datenschutzrichtlinien zur Verfügung stellt. Die Änderungen betreffen auch iOS- und Android-Anwendungen, wie aus einer bei Techcrunch zitierten E-Mail von Google an die Publisher hervorgeht.
Googles Richtlinienänderungen reichen allerdings weiter als nur in die EU, denn theoretisch kann jede Webseite der Welt von europäischen Nutzern angesteuert werden. Damit düften auch Publisher außerhalb der Grenzen Europas potentiell von den geänderten Regeln betroffen sein.
Die Datenschutzrichtlinien bezüglich Cookies hatte die EU bereits im Jahr 2009 zu einem Opt-in-Verfahren erklärt. Anfang 2014 hatte die EU-Kommission befunden, dass die deutschen Gesetzesregelungen der EU-Cookie-Direktive entspricht. Vor allem große Web-Portale weisen bereits seit längerer Zeit darauf hin, dass sie Cookies speichern und fordern eine Einstimmung des Nutzers.

Welche Auswirkung hätte die Abwertung von Inhalten hinter Interstitials auf Google für Publisher und Werbungtreibende? INTERNET WORLD Business hat sich in der Branche umgehört.




Das könnte Sie auch interessieren