Publisher-Artikel 09.06.2017, 10:05 Uhr

Facebook Instant Articles: Neue Zahlen und Monetarisierung

Das soziale Netzwerk Facebook hat neue Zahlen zu seinen Instant Articles veröffentlicht. Zudem sind nun Werbeeinblendungen im "Beliebt"-Bereich für alle Publisher verfügbar und bieten somit eine weitere Monetarisierungsmöglichkeit.
(Quelle: Facebook)
Facebook hat aktuelle Zahlen zu seinen Instant Articles veröffentlicht: Nach Angaben des Zuckerberg-Unternehmens verzeichnen Publisher durch Instant Articles 30 bis 50 Prozent mehr Traffic als mit "normalen" mobilen Web-Inhalten. Rund ein Drittel aller Klicks im Facebook-Universum führen mittlerweile zu einem Instant Article.
In den letzten sechs Monaten ist der Umsatz pro 1.000 Page Views, den Publisher über das Audience Network bei Instant Articles verzeichnen, um 50 Prozent gestiegen. Zudem sollen Publisher derzeit mehr als eine Million US-Dollar pro Tag durch das Facebook Audience Network verdienen. Bisher sind aber nicht alle Publisher, die Instant Articles nutzen, automatisch auch Mitglied des Audience Network. Dementsprechend nutzen sie auch noch keine Monetarisierungs-Möglichkeiten.

Werbeplatzierung im "Beliebt"-Bereich

Eine weitere Möglichkeit, um Geld mit Facebooks Instant Articles zu verdienen, war bisher noch nicht für alle zugänglich - und zwar die Werbeplatzierung innerhalb des "Beliebt"-Bereichs. Diese ist ab sofort als Test für alle Publisher verfügbar. Bei diesen Ads handelt es sich um Einblendungen am unteren Ende der Instant Articles. Sie fügen sich in der Regel im redaktionellen Content ein und sollten dementsprechend beim User auf Interesse stoßen.
Weltweit sollen derzeit insgesamt 10.000 Publisher Instant Articles nutzen. In den letzten sechs Monaten ist diese Zahl laut Facebook um 25 Prozent gestiegen.

Kritik an Instant Articles

Die Zahlen von Facebook insbesondere bezüglich des Zuwachses der Publisher macht allerdings etwas stutzig. Denn in den vergangenen Monaten waren die Instant Articles zahlreicher Kritik ausgesetzt. Große Publisher wie die "New York Times" oder der "Guardian" sind inzwischen wieder ausgestiegen. Auch in Deutschland stellen sich viele Häuser die Frage, wie viel ihnen die Nutzung der Instant Articles tatsächlich bringt.
Facebook soll sich das Publisher-Feedback allerdings zu Herzen nehmen und an Verbesserungen arbeiten. In einem Punkt hat das soziale Netzwerk bereits reagiert und ein Software-Tool gelauncht, das Instant-Article-Seiten automatisch in Googles AMP- oder Apples News-Format umwandeln kann. Damit werden beispielsweise individuell festgelegte Formatvorgaben wie Schriftart, Farbe oder Untertitel transferierbar auf die anderen Formate - was für Publisher eine deutliche Zeitersparnis bringt.




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