Expert Insights 09.05.2017, 08:10 Uhr

Warum SEA-Manager auch an Bing denken sollten

Microsofts Suchmaschine Bing erkämpft sich immer mehr Marktanteile. Warum nutzen trotzdem noch so wenige Online Retailer das Potenzial dieser Suchmaschine und lassen sie als SEA-Kanal links liegen?
Frank Rauchfuß, CEO von intelliAd Media
Microsofts Bing erkämpft sich immer mehr Marktanteile - mittlerweile liegt die Suchmaschine in Deutschland, je nach Quelle, zwischen etwa fünf und 12,6 Prozent Marktanteil. Unabhängig vom Wert sind sich alle Quellen einig: Bing wächst - nicht nur hierzulande. Deshalb verzichten Online-Händler, die Microsofts Suchmaschine als SEA-Kanal links liegen lassen, freiwillig auf nennenswerten Umsatz. Und das, obwohl Bing - im Vergleich zu anderen Suchmaschinen - effizient ist, wie eine Analyse von über 2,4 Millionen Online-Käufen im vierten Quartal 2016 zeigt: So geben Online-Händler für einen durchschnittlichen Warenkorbwert von 99 Euro (über alle Branchen hinweg) auf Bing nur sieben Euro für Suchmaschinenwerbung aus. Der Klick kostet im Schnitt 35 Cent.
Warum nutzen trotzdem noch sehr wenige Online Retailer das Potenzial mehrerer Suchmaschinen? Die bisher einstelligen Marktanteile mögen ein Grund gewesen sein. Ein weiteres damit zusammenhängendes Motiv war sicherlich der bisher damit verbundene Aufwand und die dahinter stehende Kosten-Nutzen-Rechnung.
Mehrere Kampagnen auf unterschiedlichen Suchmaschinen aufzusetzen und verwalten zu müssen, bedeutet individuelle Pflege. Und das ist zeit- und kostenintensiv.
Dieser Herausforderung können Werbetreibende und ihre Agenturen aber mittlerweile durch die sogenannte Account-to-Account-Synchronisation gut begegnen. Mit dieser technischen Lösung können Suchmaschinen-Kampagnen ganz einfach in andere Accounts kopiert und stetig automatisch synchronisiert werden. Die zeitraubende, manuelle Übertragung gehört damit der Vergangenheit an. Und das funktioniert nicht nur beispielsweise zwischen Google und Bing, sondern auch für die Synchronisation in weitere Länder-Accounts.

Bing nicht als ergänzende Plattform zum Marktführer Google

Angesichts wachsender Marktanteile von Bing und der mittlerweile möglichen zeitsparenden Pflege von Kampagnen für mehrere Suchmaschinen, gibt es also kaum einen Grund mehr Bing nicht als ergänzende Plattform zum Marktführer Google einzusetzen.
Zumal die Leistungswerte von Kampagnen in Microsofts Suchmaschine gut sind: Das mag am noch geringeren Wettbewerbsdruck liegen oder andere Gründe haben. Fakt ist: Die durchschnittliche Conversion Rate lag laut der Auswertung bei Bing branchenübergreifend bei guten 5,0 Prozent.
Auch bei der Betrachtung einzelner Branchen können sich die zentralen Leistungswerte durchaus sehen lassen: Im Segment Mode beispielsweise investieren Webshops sieben Euro in Suchmaschinenwerbung für einen Warenkorbwert von 161 Euro, Klickkosten von 0,25 Euro.
Aufgrund der neuen, einfachen Synchronisation der Anzeigenkampagnen zwischen den Suchmaschinen stellt Bing also eine interessante Ergänzung zum Marktführer dar. Wer diese Alternative nicht nutzt, könnte Umsatzpotenzial verschenken.




Das könnte Sie auch interessieren