60 Prozent-Beteiligung 22.01.2016, 09:15 Uhr

WPP übernimmt Digitalagentur Conrad Caine

Werberiese WPP übernimmt mit seiner Tochter Possible 60 Prozent an der Münchner Full-Service-Agentur Conrad Caine. Die Firma von CEO Conrad Caine soll weiter unabhängig bleiben.
Erste Reihe: Derric Ciccone, CFO EMEA bei Possible (li.) und Darin Brown, CEO EMEA bei Possible
Hinten: Christoph Bauhofer, General Manager bei Conrad Caine (li.) und Conrad Caine, CEO
(Quelle: CC)
Interessante Konsolidierung auf dem Markt der Digitalagenturen: Der Werberiese WPP hat mit seiner Tochter Possible 60 Prozent an der internationalen Digitalagentur Conrad Caine übernommen. Der Kaufpreis ist unklar.  Der Einstieg von Possible führt zu keinen Veränderungen im Management der Firma von Gründer und CEO Conrad Caine. Die Agentur firmiert fortan aber als Possible.
"Die Beteiligung gibt uns einen Zugang zu einem exzellenten internationalem Netzwerk, hervorragenden Sparringspartnern im Possible-Management und fortschrittlichsten Technologien", sagt CEO und Unternehmensgründer Conrad Caine.

"Eintritt in den deutschen Markt"

Im Gegenzug soll die Beteiligung Possible den Eintritt in den deutschen Markt erleichtern und neue Geschäftsfelder in Westeuropa, Brasilien und Argentinien eröffnen. Zudem ermöglicht die Fusion beiden Parteien einen effizienten Technologietransfer. "Europa ist für uns eine strategisch wichtige Region und der deutsche Markt der Schlüssel zum Erfolg, da wir global wachsen wollen", sagt Shane Atchison, Global CEO von Possible.
Die Agentur Conrad Caine wurde 1998 in München gegründet und beschäftigt 140 Mitarbeiter an den Standorten München, Erlangen, Buenos Aires (Argentinien) und Pelotas (Brasilien). Der Umsatz 2014 belief sich auf 8,5 Millionen Euro, das Bruttovermögen zum Jahresende 2015 lag bei 3,6 Millionen Euro. Conrad Caine wurde beim Verkauf von GP Bullhound beraten.

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