IAB
09.03.2016, 16:40 Uhr

So kriegen Publisher das Adblock-Problem in den Griff

Keiner kommt mehr um eine Strategie gegen Adblocker herum. Das IAB hat nun Guidelines veröffentlicht, wie mit dem Problem umgegangen werden kann. Die Lösung: einen Deal mit dem User eingehen.
Immer mehr User sagen "Stopp" zu unerwünschter Werbung
(Quelle: Shutterstock.com/igor.stevanovic)
Mittlerweile gibt es wohl niemanden mehr im Werbe-Business, der das Adblocker-Problem leugnen könnte. Abhängig davon, welcher der pessimistischen Studien man glaubt, gehen der Industrie durch die Werbe-Blocker in den nächsten Jahren entweder große oder exorbitante Summen verloren. Denn: Die Zahlen der Adblocker-User steigen stetig.
Eine neue Studie der Mobile Marketing Company Tune verheißt gar dramatisches: Im dritten Quartal 2017 könnten 80 Prozent der Smartphone-Besitzer einen Adblocker auf ihrem Device installiert haben, so Tune. Grundlage dieser düsteren Prophezeiung ist eine Umfrage, die das Unternehmen unter 4.000 Smartphone-Usern in den USA und Europa durchgeführt hat. Laut der Studie haben bereits 24,6 Prozent der Smartphone-User eine Adblocking-App oder einen Adblocking-Browser auf ihrem Telefon installiert.

Rapider Anstieg der Adblock-Downloadzahlen

Bemerkenswert dabei - und Grund für die negativen Erwartungen: Die Downloadzahlen sind in den letzten Monaten rapide angestiegen. Allerdings stehen auch erst seit einigen Monaten überhaupt Adblock-Apps zur Verfügung. Auch Apples Browser Safari ermöglicht erst seit letztem Herbst, Werbung beim mobilen Surfen auszusperren. Es könnte sich also um eine Welle handeln, die bald wieder abebbt und die Zahlen stagnieren lässt.
Nichtsdestotrotz kommt niemand um eine Adblocker-Strategie herum. Vor allem die Publisher nicht, die am meisten unter den Werbeverweigerern leiden und bei gut einem Viertel an Adblocker-Usern auch gut ein Viertel weniger Umsatz machen. Das International Advertising Bureau (IAB) hat nun Guidelines für Publisher veröffentlicht, wie mit dem Problem umgegangen werden kann. Der Ansatz: Publisher sollen an die Vernunft der User appellieren und versuchen, die Adblock-Nutzer zu überreden, den Adblocker auszuschalten.
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