Adblocking-Studie 04.02.2016, 11:35 Uhr

So gehen Publisher das Adblocking-Problem an

Das Problem mit Adblockern treibt mittlerweile sowohl Publisher aus den USA als auch aus Europa um. Welche Maßnahmen wollen Verlage beim Kampf gegen die Adblocker ergreifen?
(Quelle: Shutterstock.com/StockPhotoAstur)
Ein Adblocker-Nutzer kommt auf eine Website und ihm wird der Zugang zum Content der Seite verweigert. Stattdessen öffnet sich ein Fenster, das den User auffordert, den Adblocker zu deinstallieren oder aber ein monatliches Abonnement abzuschließen. Dies ist ein Beispiel für eine ergriffene Maßnahme eines Publishers mit dem verstärkt aufkommenden Adblocker-Problem umzugehen.
Derzeit sind Publisher wieder dabei, die Kontrolle über ihre Inhalte auf der Website zurückzugewinnen. Das ergab die Analyse von Sourcepoint, Anbieter einer Content-Compensation-Plattform. Hierfür befragte Sourcepoint 150 Publisher aus den USA und Europa, welche Auswirkungen Adblocker auf ihr Geschäftsmodell haben und welche Maßnahmen sie in den kommenden drei Jahren gegen das Adblocker-Problem ergreifen möchten.
Die befragten Verlage gaben an verschiedene Vorkehrungen im Kampf gegen das Adblocker-Problem zu ergreifen. Zum einen setzen sie den Fokus vermehrt auf hochwertige Anzeigen, mit denen die Nutzer besser angesprochen und nicht gestört werden sollen.

Weitere Maßnahmen, die Publisher umsetzen wollen

  • Eine technische Umgehung der Adblocker-Sperre (Circumvention): 75 Prozent der befragten Verleger aus Deutschland befürwortet das Konzept
  • Eine On-Site-Direktansprache, über die der Adblocker-User dazu aufgefordert wird, den Werbeunterdrücker zum Lesen der Inhalte auf der Seite zu deaktivieren (Consumer-Messaging): 67 Prozent der deutschen Publisher sind für eine solche Ansprache
  • Das Blockieren von Inhalten, sobald ein User mit aktivem Adblocker die Website aufsucht (Content Blocking): 58 Prozent der Studienteilnehmer aus Deutschland begrüßen diese Möglichkeit



Das könnte Sie auch interessieren