Angriff auf Amazon
21.03.2016, 12:15 Uhr

Zalando bindet stationäre Händler in die Plattform ein

Zalando wird immer mehr vom Händler zum Marktplatz: Das Unternehmen bindet nun auch stationäre Händler ein. Externe Anbieter können ihre Waren über Zalando verkaufen und die Produkte aus dem eigenen Ladengeschäft versenden.
(Quelle: shutterstock.com/Pieter Beens)
Ein erstes Pilotprojekt ist schon angelaufen: Das Sportmoden-Geschäft "Bodycheck" in der Berliner Shopping-Mall Alexa versendet seit einigen Tagen Zalando-Bestellungen aus seinem stationären Shop - und zwar per Same Day Delivery. Mit der neuen Strategie will Zalando klar Amazon angreifen und einen weiteren Schritt in Richtung Online-Marktplatz gehen.
Externe Händler können also künftig ihre Waren über Zalando verkaufen und die Produkte direkt aus dem eigenen Ladengeschäft versenden. "Für die Kunden bedeutet das mehr Auswahl, für den Laden zusätzlichen Umsatz", zitiert die berliner-zeitung Zalando-Manager Christoph Lange. Der Online-Händler verdient dabei an den Vermittlungsgebühren und will selbst Kosten bei der Logistik einsparen.
Für Zalando ist es der erste Schritt in der Umsetzung des Planes, das Inventar aller physischen Läden auch online verfügbar zu machen. Daneben könnte Zalando immer mehr zur digitalen Werbeplattform werden: "Wenn wir wissen, dass sich eine Person für einen Sneaker interessiert und diese Person sich gerade im Alexa befindet, könnten wir ihr auf das Smartphone einen Hinweis schicken", so Lange.
Zalando ist in Berlin an vier Standorten vertreten, in zwei Jahren soll mit dem Zalando Campus der fünfte hinzukommen. Ein Blick hinter die Kulissen des erfolgreichen deutschen Online-Händlers.
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