Modehandel im Internet 11.08.2014, 15:00 Uhr

Die Hälfte der Kunden kauft Kleidung online

Ein vollständiger Ersatz für stationäre Läden werden Webshops vielleicht nie werden, jedenfalls nicht im Modehandel. Doch der Klamotten-Kauf im Web ist für immer mehr Kunden eine gefragte Alternative.
(Quelle: Shutterstock.com/Neyro )
Einen kleinen Vorsprung haben stationäre Läden noch gegenüber ihren Online-Alternativen, aber die Webshops holen auf: Mehr als die Hälfte der Verbraucher (51 Prozent) nutzt beide Einkaufswege, um sich mit Kleidung, Schuhen und Accessoires einzudecken. Das geht aus einer repräsentativen Befragung von mehr als 1.000 Konsumenten im Auftrag der Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers im Rahmen der Studie "Modern Retail - Innovative Handelskonzepte im Fokus" hervor.
Demnach stellt der Online-Kanal vor allem eine Ergänzung zum stationären Angebot dar: Denn lediglich jeder fünfte Kunde kauft Klamotten ausschließlich im Internet. Dagegen gehen immer noch 29 Prozent der Käufer nur in Ladengeschäften shoppen. Das wichtigste Argument für stationäre Läden ist der Preis: 72 Prozent der Befragten - und 76 Prozent der Frauen - gaben an, dass sie während des Sommerschlussverkaufs diese Möglichkeit für ihren Einkauf nutzen. Allerdings vergleichen rund drei Viertel der Verbraucher (77 Prozent) Angebot und Preis vor dem Kauf mit Online-Alternativen. Und die meisten, nämlich 74 Prozent, schlagen nur dann offline zu, wenn der Preisunterschied nicht mehr als ein paar Euro beträgt.
Ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, das für 71 Prozent den Ausschlag gibt, ist demnach wichtiger als die sofortige Verfügbarkeit der Waren (56 Prozent) oder die Erreichbarkeit des Geschäfts (55 Prozent). Zudem gaben 73 Prozent der Befragten an, dass sie Produkte gerne für sich persönlich anpassen würden, zum Beispiel bei Schnitt, Farbe oder Material. Bei der Produktgestaltung möchten 54 Prozent mitwirken. Während solche Services in stationären Läden noch sehr rar sind (11 Prozent), könnten gerade Webshops damit punkten.
Wie Online-Modehändler gerade im Sommer Kaufanreize schaffen können, weiß unter anderem das Technologieunternehmen trbo, das sechs Tipps für Webshop-Betreiber parat hat.

Wie sieht der stationäre und digitale Modehandel im Jahr 2020 aus? Antworten darauf geben Experten in der Studie "Future Store 3.0" der Hochschule der Medien (HdM) in Stuttgart. Ein Überblick über die Ergebnisse in Bildern.


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