Quartalszahlen 09.08.2017, 15:10 Uhr

Windeln.de: Im Inland Flaute, im Ausland Wachstum

Der Babybedarfsversender Windeln.de legt durchwachsene Quartalszahlen vor: Zwar wuchs der Gesamtumsatz von Anfang April bis Ende Juni um 21,6 Prozent auf 54,6 Millionen Euro. In der DACH-Region allerdings brach das Geschäft neuerlich ein.
(Quelle: Shutterstock.com/Max_Bukovski)
Der Babybedarfsversender Windeln.de will im deutschsprachigen Raum endlich schwarze Zahlen schreiben. Dazu spart das Münchner Unternehmen vor allem beim Marketing - und das macht sich bemerkbar: Mit 11,0 Millionen Euro Umsatz im DACH-Raum erwirtschaftete Windeln.de im zweiten Quartal 2017 16,1 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Und auch schon im ersten Quartal lag der Umsatz 6,6 Prozent unter Vorjahresniveau. Dafür verbesserte sich das Marketingkostenverhältnis von 7,1 Prozent der Umsatzerlöse im ersten Halbjahr 2016 auf 5,6 Prozent im ersten Halbjahr 2017. Auch bei den Fulfillment-Kosten zeigt das vor rund einem Jahr aufgelegte Maßnahmenprogramm Wirkung. Hier meldet das Unternehmen eine Reduktion um vier Prozent auf 1,26 Millionen Euro, was 14,8 Prozent des Umsatzes (Vorjahreszeitraum: 18,7 Prozent) entspricht.

Das Wachstum im Ausland drückt auf die Marge

Die Leistungsindikatoren auf einen Blick
(Quelle: windeln.de)
Wachstum generiert Windeln.de hingegen weiterhin vor allem in China. Hier legten die Umsätze dank der Präsenz auf Tmall im zweiten Quartal um 42,6 Prozent auf 27,3 Millionen Euro zu. Allerdings wird die Wettbewerbssituation dort auch zunehmend schärfer. In den übrigen Auslandsmärkten, wo Windeln.de über seine Töchter Feedo, Pannolini und Bebitus präsent ist, wuchs der Umsatz um 28,8 Prozent auf 16,4 Millionen Euro. Allerdings: Das Wachstum im Ausland drückt auf die Marge. Doch auch innerhalb Deutschlands verkaufte Windeln.de im vergangenen Halbjahr mehr Artikel mit geringerer Marge als im Vorjahreszeitraum.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich leicht von minus 19,19 auf minus 19,08 Millionen Euro. Insgesamt zählte Windeln.de Ende Juni 1,10 Millionen aktive Kunden (Vorjahreszeitraum: 1,06 Millionen), die durchschnittlich 2,2 Bestellungen pro Jahr tätigen (Vorjahr: 2,19). Der durchschnittliche Bestellwert sank im ersten Halbjahr 2017 um fünf Prozent auf 86,79 Euro. Die Stammkundenrate liegt mit 76,2 Prozent auf einem ähnlichen Niveau wie zum 31. Dezember 2016. Die Retourenquote verbesserte sich von sechs auf drei Prozent.




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