Insolventes Auktionshaus 18.05.2017, 10:50 Uhr

So profitiert Historia durch die Übernahme von Auctionata

Die Übernahme des insolventen Auktionshauses Auctionata durch Historia ist vollzogen. Das Unternehmen hat alle Web- und Namensrechte erhalten und bietet den Auctionata-Kunden ab sofort die Möglichkeit, ihre zu versteigernden Objekte zu vermarkten.
(Quelle: shutterstock.com/Maxx-Studio)
Jetzt ist es endgültig: Das einstige Vorzeige-Start-up für Internet-Auktionen Auctionata wurde durch das Berliner Auktionshaus Historia übernommen. Das Unternehmen hat im Rahmen der Akquisition sowohl die Web- als auch Namensrechte von Auctionata erhalten und bietet den Auctionata-Kunden künftig die Möglichkeit, ihre zu versteigernden Objekte zu vermarkten.
Die Kunden des insolventen Start-ups, die noch Kunst- und Luxusobjekte bei Auctionata gelagert haben, sind in den letzten Wochen per E-Mail oder Post vom Insolvenzverwalter mit dem Angebot der Übergabe der Objekte an Historia informiert worden.
Den Nutzern, die ihre Ware nicht zurück erhalten möchten, sondern trotz der Übernahme an einer Versteigerung festhalten, bietet Historia an, die Objekte bei Auctionata abzuholen, sie versichert zu lagern und zeitnah zu versteigern. Ansonsten werden die Artikel an ihre Besitzer zurückgeführt.
Mit Hilfe der Übernahme konnte Historia zudem seinen Kundenstamm weiter ausbauen. Nach eigenen Angaben verfügt Historia derzeit über mehr als eine Million nationaler und internationaler Kunden.

Das Aus des Vorzeige-Start-ups

Das 2012 gegründete Start-up Auctionata hatte sich auf den Online-Handel von Kunst- und Luxusgegenständen spezialisiert. Schon im vergangenen Jahr geriet das Unternehmen allerdings in Turbulenzen: Zwei der einstigen Gründer, Susanne und Alexander Zacke, zogen sich im Oktober vergangenen Jahres aus dem Unternehmen zurück.
Zuvor gab Zacke den Posten des CEOs nach massiver Kritik an der Unternehmensführung an Thomas Hesse ab. Im Januar folgte dann die vorläufige Insolvenz, nachdem eine dringend benötigte Finanzierungsrunde nicht zustande kam. Im März machte das Start-up dann endgültig seine Schotten dicht.




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