Shopping von morgen 20.11.2015, 10:28 Uhr

Handel im Wandel - Das sind die Trends der Zukunft

Unser gewohntes Einkaufsverhalten muss sich zunehmend neuen Kanälen und Entwicklungen anpassen. Welche Trends das On- und Offline-Shopping beeinflussen werden, hat Mindshare in einer Studie untersucht.
(Quelle: Shutterstock.com/Hasloo Group Production Studio)
Von Taisija Alfreitor
Zu keiner anderen Zeit hatten neue Technologien einen so starken Einfluss auf Einkaufsgewohnheiten wie heute: Die meisten dieser Verhaltensweisen sind so eng mit den täglichen Gewohnheiten verknüpft, dass die Verbraucher oft nicht einmal merken, dass sie fester Bestandteil des Lebens geworden sind. Die Media- und Marketingagentur Mindshare hat in ihrer Studie "Let’s Talk Shop" verschiedene globale Trends identifiziert, die zukünftig das Einkaufsverhalten beeinflussen werden.

Neue Technologien - wachsende Möglichkeiten

E-Commerce wächst seit Jahren kontinuierlich. Bereits heute ist zu beobachten, wie sich der Einkauf weg vom PC oder Laptop hin zum Smartphone und Tablet bewegt. Mobile Endgeräte werden unter Einsatz moderner Technologien wie zum Beispiel Beacons auch weiter an Bedeutung zunehmen. Laut Juniper Research lag 2014 die Zahl der mobilen kommerziellen Transaktionen bei 72 Milliarden. Bis 2019 soll die Zahl auf 195 Milliarden ansteigen.
Das eröffnet Marken ganz neue Möglichkeiten. Produkte aus aller Welt stehen zu jeder Zeit und von überall zu Verfügung. Ideen und Produkte aus aufstrebenden Wirtschaftsnationen haben die Chance, sich auf den weltweiten Handel auszuwirken. Die neuen Technologien erleichtern das Einkaufen und ermöglichen schnelle Transaktionen auch von unterwegs. Dadurch entsteht eine neue Snacking-Kultur - schneller, mobiler und  häppchenweiser Konsum.

Die Macht der Verbraucher

Soziale Medien stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl unter Verbrauchern und bewirken eine Verschiebung der Machtverhältnisse, weg von den Anbietern hin zu den Käufern. Gleichzeit haben Verbraucher Zugriff auf verschiedene Informationsquellen und nutzen die Möglichkeit, sich in Communities mit anderen Nutzern auszutauschen.
In diesem Szenario tritt ein neuer Verbraucher hervor, der besser informiert und mächtiger ist als je zuvor - anspruchsvoller, klüger und offen für neue Wege im  Kaufprozess. Anstelle des Produkts stellt sich vermehrt das Einkaufserlebnis in den Mittelpunkt. Die Suche nach dem besten Angebot wird zu einem Spiel, das einen besonderen Reiz vermittelt.

Regional, Persönlich, Kreativ

Im Zuge der wachsenden Personalisierung rücken der Verbraucher und seine Bedürfnisse ins Zentrum. Die Fortschritte in der Fertigungs- und Kommunikationstechnologie führen dazu, dass Anbieter ihre Produkte auf Basis des früheren Verhaltens der Verbraucher empfehlen sowie einen individuellen Kundenservice und personalisierte Produkte für jeden Bereich anbieten.
Es geht sogar einen Schritt weiter: Marken personalisieren nicht nur ihre Services, sondern bieten den Verbrauchern an, selbst Hersteller zu werden. Sie bekommen die Möglichkeit, Produkte genau so zu gestalten, wie sie sie gerne hätten und beteiligen sich damit am kreativen Prozess. Zusätzlich wächst auch das Bewusstsein für die eigene Umgebung - Verbraucher achten verstärkt auf Nachhaltigkeit sowie Qualität. Nicht nur Fair Trade wird wichtiger werden, sondern auch eine regionale Produktion und ein lokaler Vertrieb.
(Quelle: Mindshare)
Auch soziale Netzwerke üben einen großen Einfluss auf die Kaufentscheidungen von Konsumenten aus. Die vielbeschworene Macht von Social Media unterstreicht nochmal eine aktuelle Studie.

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