Trends im Omnichannel
13.04.2015, 15:11 Uhr

Webrooming und Showrooming punkten weltweit

Webrooming, Showrooming und dazu immer mehr mobile Geräte, die im stationären Ladengeschäft zum Einsatz kommen. Das Stichwort des Handels der Zukunft lautet Omnichannel.
(Quelle: Fotolia.de/javierafael)
Die Online- und Mobile-Durchdringung nimmt stetig zu. Hinzu kommen verbesserte technische Möglichkeiten und eine steigende Zahl an Konsumenten weltweit, die die Kanäle Online und Offline beim Shopping miteinander verbinden: Was im Bereich "Omnichannel" dabei die Trends sind, hat ystats.com zusammengefasst. Ganz vorne mit dabei: Webrooming und Showrooming.
 
Die beiden Phänomene lassen die Grenzen zwischen E-Commerce und physischem Handel verschwimmen: Die Hälfte der Konsumenten mit Internetzugang (51 Prozent) haben sich im vergangenen Jahr vorab im Ladengeschäft informiert, ehe sie das Produkt online kauften. Eine größere Prozentzahl (60 Prozent) recherchierte zuerst online und entschied sich dann für einen Kauf im Store. Befragt wurden von Nielsen über 30.000 Konsumenten in über 60 Ländern.
Ein weiterer Trend im Omnichannel ist die steigende Zahl an mobilen Geräten, die im stationären Ladengeschäft zum Einsatz kommen. Die Einkäufer nutzen ihr Smartphone, um beispielsweise Preise zu vergleichen oder auch um das im Store begutachtete Produkt direkt mobil auf der App oder Webseite des Unternehmens zu kaufen.

Weltweite Unterschiede

Die Entwicklung gen Omnichannel lässt sich dabei weltweit beobachten: Südkorea und China sind die globalen Anführer in Sachen Showrooming, während Indien beim Thema Webrooming vorne liegt. In Großbritannien ist Click-und-Collect beliebt: So soll sich die Zahl derer, die Online bestellen und Offline das Produkt abholen, von 2014 (35 Prozent) bis 2017 (76 Prozent) mehr als verdoppeln.
In Deutschland glauben mehr als zwei Drittel der jungen technikaffinen Konsumenten, dass es künftig wichtig werden wird, dass Verbraucher Produkte online bestellen und stationär zurückgeben können. In den USA wiederum bemängeln die Verbraucher, dass Promotion-Aktionen oft nur im Web und nicht offline angeboten werden.
Beispiele von Unternehmen, die im Omnichannel bereits zu Hause sind, gibt es einige. Wal-Mart etwa verbindet seine Filialen mit digitalen Angeboten wie "Pay with cash", bei dem User online bestellen und offline bezahlen können. Online-Pure-Player wie Groupon oder eBay entdecken zunehmend den stationären Raum und experimentierten beispielsweise mit Pop-Up-Stores zu Weihnachten in Australien. Amazon wiederum eröffnete in Kooperation mit der Purdue University in Indiana, USA, 2015 seine erste Filiale für Endkunden.
Auch Deutschlands größte Handelsketten müssen sich in Sachen Multichannel-Strategie nicht vor dem Ausland verstecken. In Sachen Kanalverknüpfung sind viele vorbildlich, bei Mobile hapert es aber noch.
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