Zeitungsbranche setzt auf Paid Content 13.06.2013, 12:30 Uhr

Bezahlmodelle noch in diesem Jahr

Die Zeitungsbranche nimmt sich den Axel-Springer-Verlag als Vorbild: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt und Zeit planen, künftig journalistische Inhalte auf ihren Webseiten gegen Bezahlung anzubieten.
Zeitungsbranche setzt auf Paid Content
Die Mitglieder der Quality Alliance, zu der sich Frankfurter Allgemeine Zeitung, Süddeutsche Zeitung, Handelsblatt und Zeit zusammen geschlossen haben, wollen noch in diesem Jahr eigene Bezahl-Modelle auf den Markt bringen. "Wir denken nun über gemeinsame technologische Plattformen für Paid Content nach", sagte Detlef Haaks, Geschäftsführer des Süddeutschen Verlags, einem Bericht von Horizont zufolge auf dem 2. Zeitungsgipfel in Wiesbaden. Eine einheitliche Lösung für alle vier Häuser sei nicht möglich, weil jeder Verlag in bestimmten Bereichen bereits eigene Module entwickelt hat. Auch bei Preisen und der genauen Ausgestaltung der Systeme werde es Unterschiede geben. "Kartellrechtlich relevante Absprachen treffen wir nicht."
Für die Online-Leser von Deutschlands größter Boulevard-Zeitung "Bild" ist seit dieser Woche Schluss mit der Kostenloskultur. Axel Springer hat das Bezahlmodell "Bild Plus" gestartet, für dessen Nutzung die User künftig Abonnements abschließen müssen. Betroffen sind allerdings nur exklusive digitale Inhalte wie Hintergründe oder spezielle Fotos. Zugpferd soll die Bundesliga sein.



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