Online-Lebensmittelhandel 02.02.2015, 13:30 Uhr

Shopwings findet ersten Supermarkt-Partner

Die Feinkostkette Frischeparadies lässt Lebensmittel ab sofort auch über die Rocket-Internet-Tochter Shopwings nach Hause liefern. Weitere Kooperationen mit Lebensmittelhändlern sind in Vorbereitung.
Die Feinkostkette Frischeparadies ist der erste offizielle Kooperationspartner von Shopwings
(Quelle: Shopwings
)
Der Lebensmittel-Lieferdienst Shopwings.de hat für seinen Fulfillment-Service den ersten Kooperationspartner gefunden. Die Feinkostkette Frischeparadies, die in zehn deutschen und österreichischen Städten ausgewählte Feinkostprodukte aus aller Welt anbietet und sowohl End- als auch Gastronomiekunden anspricht, bindet ihr Sortiment aus 2.200 Produkten in den Auftritt von Shopwings.de ein. Bislang mussten die Start-up-Mitarbeiter Produkte aus Lebensmittelmärkten wie Lidl, Edeka, Alnatura oder Aldi Süd manuell in die Datenbank einpflegen.

Marco Raase, Betriebsleiter des Frischeparadies-Marktes in München, sieht den Service von Shopwings als "Erweiterung unserer Filialen und unserem ganz neuen hauseigenen Onlineshop." Kunden sollen die Möglichkeit haben, exklusive Produkte bei Bedarf kurzfristig nach Hause liefern zu lassen. Unternehmensangaben zufolge sind Partnerschaften mit weiteren Supermärkten bereits in der Vorbereitung.

Shopwings wurde im Oktober 2014 unter dem Dach von Rocket Internet gegründet. Bereits Ende Dezember stieg Tengelmann bei Shopwings ein - zehn Millionen Euro investierten die Mülheimer nach dem Verkauf ihres eigenen Lebensmittel-Lieferdienstes Bringmeister an Edeka in das Rocket-Internet-Startup. Das Unternehmen will Kunden Lebensmittel aus ihren benachbarten Supermärkten zwischen 9.00 und 21.00 Uhr innerhalb von zwei Stunden durch Profieinkäufer nach Hause bringen lassen. Die Gebühr: 4,99 Euro pro Lieferung, ansonsten verspricht Shopwings Preise wie im Supermarkt.
Die Einkäufer rekrutiert Shopwings auf Freiberuflerbasis. Sie geben vorab ihre verfügbare Zeit und das verfügbare Postleitzahlengebiet an und erhalten ihre Aufträge denn per App vermittelt. Die Bezahlung richtet sich nach der Größe des Einkaufskorbes. Bis zu 20 Euro pro Stunde sind möglich. Finden die Einkäufer ein Produkt auf dem Einkaufszettel ihrer Auftraggeber nicht, rufen sie diesen an, um sich auf einen Ersatz zu einigen.



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