E-Commerce-Trends 13.06.17 13.06.2017, 07:37 Uhr

Amazon Fresh beliefert jetzt ganz Berlin

Amazon Fresh macht in Deutschland Fortschritte, Edited schmeißt Männermode aus dem Sortiment, Rewe International baut einen Marktplatz, Coop@home schneidet Käse frisch auf und BestBuy testet die Vermietung.
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- NEWS -

Amazon Fresh: Seit Ende vergangener Woche kann Amazon Fresh ganz Berlin versorgen und hat auch neue Services aufgeschaltet. Brot vom Backwarenhersteller Lieken wird vor dem Versand frisch für den Kunden aufgebacken. Und auch Käse wird vor dem Versand frisch vom Laib aus der Käsetheke zugeschnitten - und zwar in drei Größen - von hauchdünn bis zu 2etwas dicker“. Jetzt dürfte der München-Start nur noch eine Frage der Zeit sein. >>>Supermarktblog.de
Internetstores: Der Spezialversender für Bike- und Outdoorprodukte, Internetstores, zeigt jetzt auch in Großbritannien Flagge. Mit dem Fahrradshop bikester.co.uk sowie dem Outdoor-Shop addnature.co.uk versorgt internetstores nun auch das Vereinigte Königreich bei allen Abenteuern in der Natur. Damit ist der Spezialversender in 14 europäischen Ländern mit zahlreichen Onlineshops vertreten. >>>Versandhausberater.de
Edited: Die Otto-Group-Tochter schmeißt das Männersortiment aus ihrem Shop. Künftig soll es nur noch Damenoberbekleidung geben. Der Fokus liegt dabei auf der Eigenmarke „Edited the label“. >>>Textilwirtschaft.de
Recolution: Das Label für nachhaltige Mode launcht einen B2B-Shop. Aufbauend auf dem Framework von e-matters erlaubt es der Shop Partnerhändlern, in Echzeit auf den Warenbestand zuzugreifen. Damit spart sich das Hamburger Label den Aufwand, Telefonanrufe oder E-Mails zu beantworten und Listen mit aktuellen Beständen zu verschicken, die in Sekundenschnelle auch wieder veraltet waren. Im B2C-Geschäft soll perspektivisch der eigene Online-Shop mit den Warenbeständen der Partnerhändler verknüpft werden. So will Recolution auch ohne eigenen Filialen bundesweit lokale Verfügbarkeiten anzeigen können. >>>Location Insider
Wimdu: Der Airbnb-Konkurrent erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2015 ein Rohergebnis in Höhe von 18,6 Millionen Euro und damit 37 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Jahresfehlbetrag lag bei 11,2 Millionen Euro. In den ersten fünf Jahren seines Bestehens häufte Wimdu Verluste von 59,3 Millionen Euro an. Das erklärt, warum das Unternehmen 2016 endlich verkauft wurde. >>>Deutsche-Startups.de
Redcoon: Der Online-Pure-Player, einst Hoffnungsträger von Media-Saturn, entwickelt sich immer mehr zum Sorgenkind. Hohe Steuernachzahlungen und Verluste hinterlassen Spuren in der Bilanz. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)
Aetka: Das ist mal ein lustiger Ansatz: Die Fachhandelskooperation will vom boomenden Online-Handel profitieren - und zwar, indem sie Mitglieder in ihren Läden DHL-Paketshops eröffnen lässt. So sollen die Partner vom boomenden Online-Handel anderer profitieren und mehr Laufkundschaft auf die Fläche bekommen. >>>Pressemitteilung

- INTERNATIONAL -

Amazon: Der Handels- und Tech-Riese könnte das erste Unternehmen sein, das über eine Billion Dollar wert ist, schätzt Scott Galloway, Professor an der New York University und Gründer von L2. Die Ausgaben, die Prime-Kunden bei Amazon tätigen, ließen sich von 1.300 Dollar pro Jahr auf 7.000 Dollar und mehr steigern. >>>Recode.net
Amazon: Gebrauchtwagenportale gibt es im Internet wie Sand am Meer. Doch an das Geschäft mit Neuwagen traut sich bisher kaum einer dran. Neuesten Gerüchten zufolge plant Amazon genau in diese Nische einzusteigen. Aus gutem Grund. >>>Handelsblatt.com
Amazon: Nach dem Aus von BuyVIP räumt Amazon auch bei Woot! auf. Bis zur Hälfte der Mitarbeiter sollen entlassen worden sein. >>>ExcitingCommerce
Rewe International: Der Handelskonzern will einen eigenen Marktplatz bauen, wo alle Online-Aktivitäten de Unternehmens gebündelt werden. Auch Branchen, die zum Lebensmittelhandel passen, sollen dort ihre Produkte anbieten können. Die digitale Revolution im Handel sei da, hat Rewe-International-Chef Frank Hensel erkannt. Schon bei zwei Prozent Umsatzverlust werde es schwierig für ihn. Der Umsatzanteil von ein oder zwei Prozent, den das Online-Geschäft beiträgt, sei da schon entscheidend. >>>Handelszeitung.at
Coop@home: Der Schweizer Online-Supermarkt baut seine Käsetheke aus. Portionen ab 50 Gramm werden künftig frisch von Hand geschnitten. Wer vor neun Uhr bestellt, erhält die Bestellung noch am selben Tag ausgeliefert. Zudem wird das Käsesortiment von 400 auf jetzt 500 erweitert. Ende 2016 hatte Coop bereits beim Fleisch eine Online-Frischetheke eingeführt. >>>Blick.ch
BestBuy: Mieten ist das neue Kaufen. Jetzt testet auch Best Buy den Trend und erlaubt es seinen Kunden, Produkte erst einmal zu mieten, bevor sie sie endgültig kaufen. Drohnen allerdings sind von dem Service ausgeschlossen. Auch auf dem „Internet World Kongress“ am 10. und 11. Oktober 2017 in München widmen wir uns dem Thema. Michael Cassau, Gründer des Startup Grover.com, in das Rocket Internet investiert und mit dem Media Markt kooperiert, gibt Einblicke in mögliche Zusatzgeschäfte durch Vermietung von Produkten. Noch gibt es Tickets zum Frühbucherpreis. >>>Engadget.com / Internetworld Kongress
Jet.com: Neun Monate nach der Übernahme durch Walmart will der selbsterklärte Amazon-Herausforderer keine Eigenmarken mehr vom Konkurrenten Costco listen. Dabei ließ sich Gründer Marc Lore einst von Costco zu dem Konzept eines Warenhauses nur für Mitglieder inspirieren. >>>CNet.com
Hofer: Die österreichische Aldi-Süd-Tochter verkauft ab sofort elektronische Bücher. Mehr als eine Million Titel sind über die Website oder die Android-App verfügbar. Im Dezember launchte Hofer bereits den Musikstreaming-Dienst „Hofer life music by Napster“. >>>Horizont.at
Competec: Roland Brack ist der erfolgreichste unabhängige Onlinehändler 
in der Schweiz. Sein Geheimnis: Er hat aus 
seinen Konkurrenten Kunden gemacht. >>>Bilanz.ch
Farfetch: Und wieder ein Börsengang: Der britische Online-Luxusretailer soll sich Informationen des Nachrichtenportals Sky News in fortgeschrittenen Planungen für ein Listing an der New Yorker Börse befinden. Der Unternehmenswert könnte auf fünf Milliarden US-Dollar steigen. >>>Textilwirtschaft.de
Sharoo: Der Migros-Tochter wird es in der Schweiz zu eng. Die Internetplattform, auf der Private ihr Auto an andere Private vermieten, drängt es ins Ausland. "Wir führen Verhandlungen mit internationalen Unternehmen aus der Automobil- und Versicherungsbranche über den Markteintritt in grossen europäischen Städten", so Sharoo-Sprecherin Danila Helfenstein. >>>Persoenlich.com
Uber: Der Verwaltungsrat des Taxischrecks hat nach den Sexismus-Vorwürfen ein Maßnahmen-Paket beschlossen. Nach Medienberichten solle unter anderem Uber-Chef Travis Kalanick für mehrere Monate beurlaubt werden. >>>Internetworld.de
Packagd: Ein neues Startup kombiniert in einer mobilen Shopping-Ap Unboxing-Videos mit Social Viewing und der Möglichkeit zum nahtlosen Einkauf. Die erste Kategorie sind Tech-Produkte. Weitere sollen folgen. Exciting-Commerce-Blogger Jochen Krisch freut sich über neue Innovationskraft für das Thema Mobile. Ob Videos die Zukunft des Mobile Shopping sind, diskutieren übrigens auch wir auf dem „Internet World Kongress“ (10./11. Oktober 2017) und haben dafür Melanie Mohr, CEO von Yeay, zum Fireside-Chat geladen. Haben wir schon erwähnt, dass es noch Tickets zum Frühbucherpreis gibt? >>>Exciting Commerce / Internetworld Kongress

- BACKGROUND -

Cross-Border-Commerce: Die EU will den Handel zwischen den europäischen Staaten intensivieren. Dazu sollen auch die Preise für grenzüberschreitende Sendungen transparenter werden und langfristig gesenkt werden. Die Tarife, die die Postdienste für den Versand eines Pakets verlangen, sind aktuell bis zu fünfmal höher als die entsprechenden Inlandstarife. Ein erster Schritt soll daher eine Website sein, die darüber informiert, welche Tarife für grenzüberschreitende Lieferungen von Paketdiensten erhoben werden. >>>t3n.de
Amazon Echo: Wonach fragen Nutzer, wenn sie mit Alexa sprechen? Eine Analyse von comScore zeigt: Es sind vor allem allgemeine Fragen, die Alexa gestellt werden. Danach folgen Fragen nach dem Wetter, Aufforderungen, Musik zu spielen oder die Bitte, einen Wecker oder Timer zu stellen. >>>GoogleWatchBlog
Mass Customization: Individualisierbare Produkte sind bei Konsumenten gefragt,  zeigt das „Consumer Barometer“ vom IFH Köln und der KPMG: Drei von vier Konsumenten haben schon einmal ein individualisiertes Produkt gekauft oder können sich dies sehr gut vorstellen. Außerdem sind sie bereit, für solche Artikel einen Aufpreis zu bezahlen. Das gilt besonders für hochwertige Produkte. >>>ecommerce-news-magazin.de
Gartenmöbel: Wie gut verkaufen sich Produkte aus der Gartenmöbel-Kategorie über das Internet? Dies haben die Marktforscher von Metoda untersucht und dabei festgestellt, dass Kunden eher kleinere Sachen aus diesem Bereich bestellen, als große Anschaffungen zu tätigen. >>>Onlinehaendler-News.de
Selbstbestimmter Sonntag: Niedersachsens Grüne haben mit der Forderung für Aufsehen gesorgt, dass Online-Händler ihre Bestellungen erst am Montag bearbeiten dürfen. Für die Landtagswahl ist die Partei davon nun aber wieder abgerückt. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

- ZAHL DES TAGES -

Spenden in Höhe von 83,15 Euro, die nach Umsätzen in Höhe von 16.630 Euro über die Spendenplattform „Smile“ aufgelaufen waren, wollte Amazon der Organisation Foodwatch überweisen. Doch die wusste gar nicht, dass sie in der Liste möglicher Spendenempfänger stand - und lehnte das Geld ab. >>>FAZ.net

- GEHÖRT -

„Retail stores will become like newspapers: Still valuable to some, but a „difficult“ investment for most. Amazon is poised to capture the 90 to 98 percent of purchases that are tedious for consumers, while the two percent of companies that deliver joy - think Porsche, Manolo Blahnik and Ray-Ban - will probably be all right.“
Scott Galloway, Professor an der New York University, sieht für den stationären Handel ziemlich schwarz. >>>Recode.net




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