Gbanga

Schnitzeljagd mit Smartphone quer durch Städte und Regionen

Perez (li.) und Sala nutzen das
mobile Internet mit Navi-
gationssystem zum Spielen in
Städten

Warum sich beim Spielen in elektronischen Welten verlieren? Gbanga beweist, dass das mobile Internet mehr Spaß in die reale Welt bringt, und macht aus Städten Spielfelder.

Für technische Vorgaben gibt es viele Lösungen. Gründer sollten, wenn sie sich neuer Technik widmen, daher mit negativen Überraschungen rechnen: Den Informatikern Matthias Sala (29) und Julio Perez (29) funkte das iPhone dazwischen. Es bot nur wenig früher eine Lösung für die Frage, die sie selbst technisch beantwortet hatten: die Verbindung von mobilen Webbrowsern mit dem Ortungssystem GPS oder die Möglichkeit, endlich ortsabhängige Dienste entwickeln zu können. Ein solcher ist Gbanga, das Spiel, das Perez und Sala erfanden und das Teilnehmer wie bei einer Schnitzeljagd durch Städte und Regionen schickt.

„Weil wir früh mit dem Entwickeln unserer Software angefangen haben, funktioniert Gbanga jetzt für Java-basierte Handys“, meint Perez. „Aber die Versionen für iPhone und Android sind in Arbeit.“ Obwohl das iPhone früher auf dem Markt war: Sein Erfolg half den Gründern, im Herbst 2009 Werbe- und Versuchspartner für Tests von Gbanga zu finden. „Die Leute konnten sich etwas darunter vorstellen“, meint Perez. Im Oktober finanzierte der Zoo Zürich eine Treibjagd durch die Stadt; zu Weihnachten ließen sich lokale Händler auf eine Suche nach dem Nikolaus ein und stifteten dazu sogar Preise. Jetzt arbeiten die Gründer daran, ihre ortsgebundenen Spielideen zum Geschäft weiterzuentwickeln und die Technik für alle Regionen der Erde zu öffnen.

Eckdaten

gbanga.com

Julio Perez, Matthias Sala

  • Gründung des Unternehmens Millform
    AG 2007, Online-Start von Gbanga 2009
    in Zürich. Zurzeit Öffnung der Software
    für andere Regionen, auch im Ausland
  • Geschäftsmodell: Werbevermarktung von
    ortsabhängigen Spielen an lokale Anbieter
    und Werbetreibende; Tarife für Spieler und
    Premiumdienste
  • Mitarbeiter: 6
  • Finanzierung: Gründer, Business Angel
  • Sitz: Zürich

„Wir wollen Gbanga-Spiele Werbetreibenden fürs Mobile Marketing anbieten“, erklärt Perez den Business-Plan. „Neben der Basisversion eigener Spiele wird es wie beim Online-Spielen natürlich Premiumdienste und virtuelle Waren geben.“ Mobiles Spielen bietet jedoch mehr: Die Verbindung zur realen Welt verheißt mehr Spaß und viele Möglichkeiten, sich mit Freunden zu beschäftigen oder neue Leute kennenzulernen. Faktoren, die schon im Testgebiet Zürich dazu führten, dass Hunderte einen Account bei Gbanga einrichteten und mit ihren Handys mitspielten.

Empfohlen von: Cédric Köhler

Urteil von Juror Cédric Köhler: „Gbanga positioniert sich im goldenen Dreieck des Webs und bietet die drei Dimensionen mobil, sozial-kommunikativ und Echtzeit. Gbanga bringt Spielern Spaß und bietet Werbetreibenden eine interessante Plattform. Beides verspricht Erfolg.“

 

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