Branding für E-Commerce-Unternehmen
Der Shop als Marke
15.06.2010 10:45 Johannes Altmann
Johannes Altmann ist Gründer von Shoplupe.de
Viele Shopbetreiber haben ihren Shopnamen als Marke registriert. Dies ist der erste Schritt, um den Namen zu sichern. Aber ist das wirklich notwendig? Ist ein Shop eine Marke oder kann ein Shop eine Marke werden? Welchen Nutzen hätte dies, welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
Eine Marke ist zunächst mal nur eine Kennzeichnung. Ein Shopbetreiber wählt einen Shopnamen und kennzeichnet damit seinen Onlinevertrieb. Die Kennzeichnung verspricht dem Kunden anschließend eine Leistung und gibt ein Versprechen ab. Erfüllt der Markeninhaber kontinuierlich sein Versprechen, entsteht eine Loyalität gegenüber dieser Marke. So schwören manche grundsätzlich immer auf Apple, andere würden nie andere Turnschuhe anziehen als die von Adidas. Für einen Shopbetreiber ein verlockendes Szenario, wenn sich ein User dafür entscheidet, für immer bevorzugt in diesem gewissen Shop zu kaufen.
Zahlreiche Onlineshops haben inzwischen einen Markenstatus erreicht und werden bevorzugt von ihren Usern benutzt. So kaufen viele Internetuser bevorzugt bei Amazon - egal ab Buch, CD oder Elektronik. Egal ob mal etwas teurer. Viele User haben sich in Design3000 verliebt und kaufen darin alle Geschenke und Designartikel. Planet Sports ist die erste Anlaufstelle für eine bestimmte Kundenklientel und Herrenausstatter.de häufig einziger Lieferant für die eigene Ausstattung.
Mehrwert durch Service
Auffällig dabei ist, dass es sich hier häufig nicht um billige Schnäppchenshops handelt, sondern für eher hochpreisige Onlineshops. Dies liegt aber in der Natur der Sache: entweder billig oder mit anderen Argumenten. Die anderen Argumente wie Service, Lieferzeit, Garantie oder Auswahl führen zum eigentlichen Mehrwert für viele Kunden.
Wie wird mein Shop zur Marke? Am Anfang steht die Markenstrategie: Was ist das Besondere, wo liegt der wirkliche Mehrwert für den User? Markenstrategie ist dafür vermutlich schon zu weit gegriffen, denn dies sind Kernfragen für die Existenz eines Onlineshops. Leider sind diese Kernfragen häufig nicht zweifelsfrei geklärt. Was ist der wirkliche Unterschied meines Shops gegenüber dem Wettbewerb. Marken können diesen Unterschied sofort erklären und User können ihn spüren. Sie sollten den Unterschied nicht nur konzeptionell erarbeiten sondern für den User klar und deutlich machen.
Wiedererkennbarkeit ist Trumpf
Die Wiedererkennbarkeit ist die Basis für jede Marke. Ein guter Name, ein leicht einprägsames Logo und ein Look & Feel im Shop machen die Einzigartigkeit aus. Entwickeln und nicht kopieren ist daher die Devise. So hat es der Onlineshop Cyberport inzwischen zum Markenstatus geschafft. Der Shop ist einzigartig und immer einen Schritt voraus. Die erste Wahl für seine vorwiegenden Apple Kunden.
Höchste Auszeichnung für eine Marke ist die Weiterempfehlung und positive Kundenresonanz. Nur Marken werden weiterempfohlen. Sie müssen daher langfristigen Wert auf eine positive Reputation im Internet sorgen. Kundenbewertungen auf der eigenen Seite, positive Kommentare in Meinungs- und Produktportalen. Künftig werden die Bewertungen auf in den Google Suchmaschinenergebnissen eine ernsthafte Rolle spielen.
S. Rodenkirchen am 16.06.2010
Online-Shops als Marke
Zum Thema Online-Shops als Marke ist auch der ECC-Shopmonitor sehr interessant. Amazon als starker Markenname liegt im Imageranking seit Anbeginn weit vorne: www.ecc-shopmonitor.de