eBay streicht 400 Stellen in Dreilinden
01.10.2009 15:22 dah
eBay will seine Kundenbetreuung neu strukturieren und setzt dafür auf den Standort Dublin. Während dort die europäische Kundenbetreuung abgewickelt werden soll und dazu 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden, fallen in Dreilinden 400 Stellen weg.
An dem Standort sollen jedoch 600 Mitarbeiter erhalten bleiben, die sich um die Betreuung deutschsprachiger eBay- und PayPal-Kunden kümmern sollen. eBay gehe jedoch davon aus, dass bei externen Dienstleistern in Deutschland neue Arbeitsplätze entstehen werden, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.
In Dublin wird künftig der zentrale Standort der Kundenbetreuung mit 1.200 Mitarbeitern entstehen. Durch die Neuorganisation soll die Kundenbetreuung in Europa besser und effizienter gestaltet werden. Über einen Sozialplan verhandele das Unternehmen noch mit dem Betriebsrat. Die europäische Umstrukturierung folgt auf die in den USA, wo Salt Lake City künftig die komplette Kundenbetreuung in Nordamerika übernimmt. Der gesamte Prozess soll bis Mitte 2010 abgeschlossen sein.
Ein Ebay Händler am 02.10.2009
Irgendwie empfinde ich beim Abwärts Trend von Ebay Schadenfreude...
Für die betroffenen Mitarbeiter tut es mir leid, aber für das Unternehmen Ebay ansich hielte ich es für mehr als verdient, wenn es so richtig den Bach runter gehen würde - und ich denke, ich stehe mit dieser Meinung nicht alleine da.
Ebay Deutschland steht für mich für ein Unternehmen mit einem der übelsten Kunden Service Leistungen, die es je in Deutschland gegeben hat. Vernünftige Kunden Unterstützung war über viele Jahre bei Ebay ein Fremdwort - erst vor rund ca. 2 Jahren wurde ein halbwegs funktionierender Support eingeführt - zu spät für viele.
Der Ausspruch " Wir stellen nur die Plattform, Probleme müssen untereinnander geklärt werden " - wird vielen im Gedächnis sein. Es war die offizielle Haltung seitens Ebay über viele Jahre bei Problemen zwischen Käufern und Verkäufern. Irgendwann musste sich diese Haltung rächen.
Willkürliche und nicht nachvollziehbare Entscheidungen zu Artikeln, die der eine Händler verkaufen darf, der andere aber nicht dürften weiteres zum Umsatzabstieg beigetragen haben. Rund 15% Gebühren für Händler sind darüber hinaus für viele schlicht nicht aufzuwenden bei den oft geringen Margen im Internet Geschäft.
Die kürzlich durchgeführten Änderungen dürften meiner Meinung nach eher noch zu einem weitern Abstieg beitragen als zu einer Erholung, weil die meisten Kunden sich an die Ebay Seiten gewöhnt hatten, nun wird es von so manchem als noch unübersichtlicher empfunden.
Mein Fazit: Ebay wird weiter absteigen....Alle gegensteuernden Maßnahmen sind einfach zu spät gekommen.