Sechs Thesen zum Arbeitsmarkt
12.11.2008 09:42 Svenja Hofert
Personalthemen werden in der Online-Branche derzeit heiß diskutiert
(Foto: Tommy Lösch)
Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt in der digitalen Wirtschaft? Welche Strategien verfolgen die Personaler? Auf der Internet World Messe und dem integrierten Fachkongress wurden diese Fragen auf verschiedenen Veranstaltungen kontrovers diskutiert. Wir stellen die wichtigsten Thesen vor.
1. Fachkräftemangel bleibt
Allein 45.000 offene Stellen gibt es in der IT, davon 11.000 langfristig offene, weil die Firmen keine passenden Arbeitnehmer finden. "Wir sind weit davon entfernt, das Defizit zu füllen", so Thomas Mosch vom IT-Dachverband Bitkom in der Podiumsdiskussion "Wettlauf um IT-Talente". Nicht nur die IT-Branche, auch Firmen und Agenturen der digitalen Wirtschaft suchen nach wie vor – vor allem Spezialisten aus Vertrieb und Technik. Google hat weit über 100, das Kölner Denkwerk 21 und der Berliner Agenturkonzern Pixelpark 24 Jobs ausgeschrieben. Die Liste ließe sich endlos erweitern. Trotzdem spüren Beobachter Veränderungen am Markt. So sei die Nachfrage nach Software-Entwicklern seit dem zweiten Quartal 2008 rückläufig, so Anja Kettner vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Das war vor der Finanzkrise. Fachleute glauben, die nachlassende Nachfrage werde eher häufig vorhandene Qualifikationen betreffen.
Artikel Übersicht
- Sechs Thesen zum Arbeitsmarkt
- 2. Finanzkrise bleibt draußen
- 3. Weiterbildung fehlt
- 4. Work-Life-Balance kommt
- 5. Kleinere Gehaltssprünge
- 6. Bewerbung 2.0 kommt