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Leutheusser-Schnarrenberger macht Druck auf Google

Leutheusser-Schnarrenberger macht Druck auf Google (Foto: leutheusser-schnarrenberger.de)

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) positioniert sich gegen Google. Sie droht dem Konzern mit einem verschärften Datenschutzgesetz.

"Mich stört dieses Vorpreschen, diese Gigantomanie, die auch bei der Google-Buchsuche durchscheint", sagte die FDP-Politikerin dem Spiegel. Der Suchmaschinenkonzern entwickle sich zu einem "Riesenmonopol, ähnlich wie Microsoft". Dienste wie Google Street View, für den komplette Straßenansichten abfotografiert werden, oder Google Earth, der Grundstücke in hoher Auflösung aus der Vogelperspektive zeigt, seien "rechtlich unbedingt prüfenswert".

Es gehe nicht in erster Linie darum, etwas zu verbieten oder zu verhindern, sagte die Ministerin. Vielmehr müsse mehr Transparenz hergestellt werden - vor allem im Hinblick darauf, was mit den Daten der User geschehe. "Da sehe ich eine Bringschuld bei den Unternehmen, da ist vieles noch sehr verbesserungswürdig." Wenn das nicht bald geschehe, "sind wir womöglich als Gesetzgeber gefordert".

Google-Sprecher Kay Oberbeck erklärte dem Manager Magazin zufolge, es sei integraler Bestandteil der Politik des Unternehmens, "in all unseren Services und der Entwicklung neuer Produkte, unseren Nutzern volle Transparenz und Wahlmöglichkeit darüber zu geben". Google arbeite ständig daran, seine Aktivitäten in diesem Bereich zu verbessern und "wir freuen uns über die Möglichkeit, diese Themen mit dem Bundesjustizministerium zu besprechen", fügte der Sprecher hinzu.


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Kommentare

W.Neuber am 11.01.2010

Leutheusser-Schnarrenberger macht Druck auf Google

Dass google wie eine Krake Daten sammelt ist bekannt. Aber ausgerechnet gegen google earth vorzugehen deutet doch eher an, dass es hier nicht um den Datenschutz der user geht, sondern um andere Interessen. Z.B. um Immobilieninteressen großer Banken, die ebenfalls solche Datenbanken besitzen. Die aber wertlos sind, wenn jeder einen Blick dort rein werfen kann.
Da sollte jeder ganz genau lesen bevor er / sie zustimmt!

BS am 11.01.2010

Richtig so, Frau Bundesjustizministerin

Die allmächtige Daten-Sammelwut von Google wird mir allmählich auch zuviel - es wird höchste Zeit, dass sich die Datenschützer einmischen und Google mehr auf die Finger schauen.

Das muss nicht heissen, dass alles schlecht ist, was Google macht, aber der Grad zwischen Nutzen und Daten-Mißbrauch ist manchmal sehr schmal. Und wenn bald jemand z.B. bei der Einreise in die USA am Zoll länger warten muss und intensiver untersucht wird, nur weil er (z.B. beruflich) ein paar Mal nach islamischen Begriffen gegoogelt hat, das geht zu weit.

Da heißt es für mich: Wehret den Anfängen - und weiter so, Frau Bundesjustizministerin.

oniks23 am 11.01.2010

Datenschutz

Also mit dem Datenschutz kann man es auch richtig übertreiben. Was soll an Streetview bitte kritisch sein? Die Straße langlaufen und alles sehen kann ich doch genauso. Und das Einbrecher so besser Objekte zum Einsteigen finden stell ich auch in Frage. Aber das kommt davon wenn so alte, schrumplige Leute die die Zeit schon hinter sich gelassen haben solche Entscheidungen treffen WOLLEN.

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