Zwei Millionen Deutsche wollen 2009 digitale Bücher kaufen
09.03.2009 11:28 tga
Lesegerät statt Schmöker
(Foto: Amazon Kindle)
Hat das E-Book doch eine Chance? Auf jeden Fall, hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Bitkom ergeben. Potenzial sieht der Hightech-Verband vor allem bei Fachliteratur - und bei jungen Lesern.
„Die Zeiten, in denen man sich vor dem Urlaub für den Reiseführer entscheiden musste, gehören der Vergangenheit an. Jetzt können ganze Bibliotheken eingepackt werden“, sagte Bitkom-Vizepräsident Achim Berg. 2,2 Millionen Deutsche haben der Untersuchung zufolge die Absicht, sich in diesem Jahr ein digitales Buch zu kaufen. „Mit der Verbreitung preiswerter Netbooks und der neu auf den deutschen Markt kommenden elektronischen Lesegeräte wird die Fangemeinde digitaler Bücher wachsen“, so Berg.
Ein besonders großes Potenzial wird für Sachbücher erwartet, bei denen es weniger um das haptische Erlebnis beim Lesen als um die Inhalte geht. Viele Fachtitel erscheinen in sehr kleiner Auflage, was die Preise in die Höhe treibt. „Bei Fachliteratur wird sich das digitale Buch zuerst durchsetzen“, sagt Berg. „In der wissenschaftlichen Arbeit sind elektronische Bücher nicht nur wegen des Preises, sondern auch wegen der Suchfunktion überlegen. Wie in einem Word-Dokument kann nach Stichwörtern gesucht oder können Zitatpassagen wiedergefunden werden.“
E-Books kommen bei jungen Menschen besonders gut an. Von den 14- bis 29-Jährigen – also in der Generation der Schüler, Lehrlinge und Studenten – plant jeder Zwanzigste den Kauf eines elektronischen Buches in diesem Jahr.