Individuelle Schokoträume
22.06.2009 11:05 David Henning
Franz Duge, Mitgründer von chocri.de
Start-ups im Bereich Mass-Customization boomen derzeit im Internet wie kaum ein anderes Segment. Die eigene Wunschschokolade mit Zutaten nach Wahl zu gestalten, erlaubt das Berliner Unternehmen chocri.de. internetworld.de sprach mit einem der beiden Gründer des jungen Unternehmens Franz Duge über die Lieblingsschokolade der Deutschen, Marketingstrategien und absonderliche Zutaten.
Am 1. September 2008 ging chocri.de an den Start, wie sieht die Bilanz nach neun Monaten aus?
Franz Duge: Wir haben bis jetzt rund 100.000 Tafeln mit individuell zusammengestellten Rezepturen verschickt und damit etwa 30.000 Kunden glücklich gemacht. Der Erfolg, den wir mit chocri bis jetzt hatten, hat uns wirklich überwältigt.
Wie entstand die Idee zu dem Start-up?
Duge: Ende 2007 wollte ich meine Freundin mit einer selbst kreierten Schokolade überraschen. Mein Gründerkollege Michael Bruck und ich haben sehr viel mit Zutaten und Techniken experimentiert, bis wir ein für damalige Verhältnisse akzeptables Ergebnis erzielt haben. Diese ersten Versuche kamen dann aber im Umfeld so gut an, dass wir uns entschlossen haben, parallel zum bisherigen Handel mit Schokobrunnen mit der Produktion von Schokoladen zu beginnen.
Woher kamen die Ideen für die Kreationen?
Duge: Bereits in der Anfangsphase haben wir ein Blog gestartet, um eine Community zu aufzubauen, die uns maßgeblich bei der Gestaltung unserer Produkte unterstützt. Bis heute kommen die meisten Anregungen von unseren Kunden, die sich bestimmte Zutaten wünschen, oder auch bei der Namensfindung mithalfen. Die Idee zum Namen chocri kam noch in einer anderen Schreibweise von einem Mitglied der Community.
Wie viele Zutaten bieten Sie derzeit an?
Duge: Gegenwärtig können unsere Kunden auf der Basis von drei Fairtrade-Bio-Schokoladensorten - Vollmilch, Weiße- und Zartbitterschokolade - aus 87 verschiedenen Zutaten wählen. Das Angebot an Zutaten wird je nach Saison angepasst. Spezielle Wintergewürze wie Anis beispielsweise sind in anderen Jahreszeiten nicht wirklich gefragt. Wir nehmen aber auch gelegentlich neue Zutaten in unser Sortiment auf, wenn sie besonders häufig gewünscht werden. Ein aktuelles Beispiel ist Ricecrisp, das wir erst kürzlich aufgenommen haben.