Google reagiert auf Kritik von Datenschützern
10.09.2008 09:10 Daniela Patrzek
Google will keine Datenkrake sein
Der Suchmaschinenprimus Google will ab sofort IP-Adressen, die bei Suchanfragen standardmäßig gespeichert werden, nach neun Monaten löschen. Bislang lagen die Daten 18 Monate lang in den Google-Archiven. Auch bei Google Chrome bessert das "Do-no-Evil"-Unternehmen nach.
Die massive Kritik von Seiten der Datenschützer hat dem selbsterklärten Gut-Unternehmen Google offenbar doch zu denken gegeben. Der Suchmaschinenriese kündigte an, IP-Adressen, die bei Suchanfragen standardmäßig gespeichert werden, ab sofort nach neun Monaten, statt wie bislang erst nach 18 Monaten, zu löschen. Obwohl Google damit die Speicherzeiten von Yahoo (13 Monate) und Microsoft (18 Monate) deutlich unterbietet, hat das Unternehmen die Anforderungen der EU-Datenschützer noch nicht voll erfüllt. Diese nämlich plädieren für eine Datenlöschung bereits nach sechs Monaten.
Auch bei seinem neuen Browser "Google Chrome" bessert das Unternehmen in puncto Datenschutz nach. Die IP-Adressen werden nach 24 Stunden anonymisiert und auch Googles neues Feature "Google Suggest", das bei Eingabe einer Suchanfrage in Chrome jeden getippten Buchstaben überträgt, soll binnen Tagesfrist wieder gelöscht werden.
Max Heide am 10.09.2008
Google hört auf Kritik
Schön, dass auch die Datenkrake auf die Nutzer hört.
Ob dies allerdings geschieht um dem "do no evil"-Grundsatz Tribut zu zollen oder um den Kritikern vorübergehend den Wind aus den Segeln zu nehmen steht in den Sternen.
Überdies halte ich eine Dominanz von Google nun auch bei den Webbrowsern für durchaus bedenklich!