CES 2010: Tablet-PCs sind im Kommen
08.01.2010 14:30 dah
Dell stellt auf der CES 2010 einen ersten Prototypen vor. Foto: www.gizmodo.de
Einer der größten Trends, die von der diesjährigen Consumer Electronic Show ausgehen, sind die Tablet-PCs. Microsofts CEO Steve Ballmer präsentierte einen Prototypen und gewann damit den Wettlauf gegen Erzrivalen Apple. Dessen Tablet-PC soll noch Ende Januar vorgestellt werden. Auch Dell und Motorola zeigten auf der CES 2010 Prototypen dieser Gerätegattung.
Obwohl Microsoft als erster seinen Prototypen vorstellte, wird vermutlich Apple seinen Tablet-PC mit dem Namen iSlate zuerst zur Marktreife bringen können. Angeblich sollen die ersten Geräte bereits Ende März in den Handel kommen. Der tastaturlose Computer soll eine Bildschirmdiagonale von zehn bis elf Zoll besitzen und eine kabellose Verbindung zum Internet aufnehmen. Die Nutzer sollen damit im Internet surfen, fernsehen, spielen und elektronische Bücher und Zeitschriften lesen können. Angeblich sollen US-Verlage wie Condé Nast, Hearst, Time und News Corp. bereits erste Formate für Apples neues Gerät entwickeln.
Diese Geräteklasse würde somit die Fähigkeiten von Smartphones, E-Book-Readern und Videokonsolen verbinden. Deshalb haben auch andere Hersteller von Computern und Smartphones entsprechende Prototypen in Entwicklung. So zeigte beispielsweise Dell ein Web-Tablet von der Größe eines iPhones, dass über einen fünf Zoll großen Bildschirm verfügt. Auf dem Gerät kommt Googles Betriebssystem Android zum Einsatz.
Auch der Handyhersteller Motorola präsentierte auf der CES einen Tablet-PC-Prototypen. Der flache Rechner nutzt ebenfalls Android und stellt unter anderem Webinhalte auf einem sieben Zoll großen Bildschirm dar. Motorolas Gerät soll frühestens im vierten Quartal auf den US-Markt kommen und dort für rund 300 Dollar erhältlich sein.
Neu ist das Format für Computer keineswegs. Bereits seit Anfang der 1990er Jahre kamen erste Geräte auf den Markt, bei denen auf eine Tastatur verzichtet wurde und stattdessen die Eingaben über einen Stift gemacht werden. Die Rechner führten jedoch bislang ein Nischendasein, was sich im Zuge der Verbreitung schneller mobiler Netze ändern könnte.