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Cloud-Computing-Rat nimmt Arbeit auf

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Cloud-Computing-Rat nimmt Arbeit auf

Ganz Europa unter der Cloud

 
(Foto: istock/alexsl)

EU-Premiere: Zum ersten Mal traf sich in Brüssel das Steuerungskomitee der Europäischen Cloud Partnerschaft (ECP). Das Gremium unter der Leitung des estnischen Präsidenten Toomas Hendrik Ilves will europaweit einheitliche Rahmenbedingungen für Cloud Computing schaffen - und den Umzug staatlicher Dienste in die Cloud fördern.

Der Cloud-Computing-Rat wurde im September von der EU-Kommission verabschiedet und beginnt nun offiziell mit seiner Arbeit. Leiter des Rates ist der estnische Präsident Toomas Hendrik Ilves, das Komitee selbst vereint Vertreter von Mitgliedsstaaten und IT-Konzernen. Insbesondere soll der Rat die EU-Kommissarin für die Digitale Agenda Neelie Kroes strategisch beraten.

Die Pläne sind ambitioniert: Bis 2020 sollen durch die Cloud EU-weit etwa 2,5 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen und eine jährlichen Anstieg des europäischen Bruttoinlandsprodukts von 160 Milliarden Euro erzielen, berichtet das Portal Egovernment Computing.

Das Zugpferd dafür sind die öffentlichen Verwaltungen. Das wirtschaftliche Gewicht der Behörden in Bezug auf die Beschaffungsmaßnahmen im IT-Bereich sollen die Entwicklung und Einführung von Cloud Computing in Europa im Rahmen offener Technologien und sicherer Plattformen fördern, erklärt dazu ein Dokument aus Brüssel.

Für die Jahre 2013 und 2014 hat sich das Gremium zwei Ziele gesetzt: Das Erstellen eines europaweit einheitliches Framework für Cloud Computing - und der Umzug staatlicher Dienste in die Cloud. Bei ersterem soll das europäische Institut für Telekommunikationsstandards (ETSI) helfen, indem es die vorhandenen und entstehenden internationalen Standards bezüglich Sicherheit von Cloud-Services zusammenstellt.

Außerdem will das Komitee Zertifizierungsprogramme fördern, die sich mit den Bereichen Datenschutz, Datensicherheit und Regelkonformität beschäftigen sollen, so Heise. Wie das Arbeitsprogramm betont, soll jede Zertifizierung freiwillig sein.

Zu den Mitgliedern des Steuerungskomitees gehört unter anderem Léo Apotheker, ehemaliger Chef von SAP und HP. Auch der Chief Technology Officer des US-amerikanischen Internetkonzerns Amazon, Werner Vogel, arbeitet in dem Gremium mit, ebenso Vertreter polnischer, niederländischer, norwegischer, österreichischer und französischer Regierungsbehörden.


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