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Myspace positioniert sich neu

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Myspace positioniert sich neu

Neues Logo und neue Strategie

Myspace positioniert sich neu

Das soziale Netzwerk Myspace läutet mitten im Herbst seinen zweiten Frühling ein. Mit einem neuen Design und einer frischen Markenstrategie will die zuletzt kriselnde Community wieder bei den Usern punkten.

Das neue Design ist ab sofort in einer Beta-Version für US-Nutzer zu sehen. In Deutschland soll es ab Mitte November 2010 verfügbar sein. Das neue Layout wirkt aufgeräumter. Zugleich sollen die Inhalte besser strukturiert und damit intuitiver zu bedienen sein. Eine "Jetzt auf Myspace"-Box zeigt den Usern Songs und Videos, die am häufigsten abgerufen wurden. Über die Entdecken-Funktion werden in Echtzeit Songs, Videos und Spiele angezeigt, die die Freunde gerade anhören, -sehen oder spielen. Im Neuigkeiten-Mix finden die User nun News und Empfehlungen, die zu ihren Interessen passen.

 
 

Facelift bei Myspace

Das neue Logo, das erstmals Anfang Oktober auf einer Designkonferenz in San Franzisco präsentiert wurde, wirkt minimalistischer als zuvor. Vom ehemaligen Logo bleibt nur das in schwarzen Helvetica-Lettern gefasste "my" übrig. Der Rest des Namens wurde durch ein Zeichen ersetzt, dass eine Leerstelle symbolisiert. In diesem freien Bereich sollen künftig von den Nutzern erstellte Minikunstwerke erscheinen, wenn man mit der Maus über das Logo fährt.

Myspace will seinen kreativen Nutzern einen Raum geben, in dem sie machen können, was sie wollen. Das Netzwerk sucht sein Heil in einer Nische zwischen sozialen Netzwerken wie Facebook, die vor allem die Kommunikation der User untereinander fördern sowie Musik- und Videoportalen, auf denen Kreative ihre Werke veröffentlichen können. Mit seiner neuen Strategie entfernt sich das Social Network wieder ein Stück von Facebook & Co. "Wir haben im letzten Jahr gesehen, dass unsere User eher zu Myspace kommen, um Entertainment-Inhalte zu konsumieren, weniger um mit Freunden zu kommunizieren", erklärt der Präsident von Myspace Mike Jones.

Myspace will aber nicht nur eine passive Plattform sein, sondern den Usern zugleich auch neue Trends in Echtzeit präsentieren. Dazu werden die Interessen und Kontakte der Nutzer ausgewertet. Welche Inhalte einem Nutzer angezeigt werden, hängt davon ab, welche Stile er mag, was er sich auf Myspace angesehen hat und mit wem er in Kontakt getreten ist. Angesichts des erst gestern bekannt gewordenen Datenlecks, könnten solche Vorhaben das Misstrauen der User schüren.

Ob diese Neuausrichtung Erfolg haben wird und Myspace neue User gewinnen kann, wird sich zeigen. Zuletzt dominierten vor allem die Negativ-Schlagzeilen. So hatte das Netzwerk alleine in UK zwischen Mai 2009 und Mai 2010 die Hälfte seiner User verloren. Auch in Deutschland ging laut IVW die Zahl der Besucher in den vergangenen Monaten kontinuierlich zurück. Diese Reichweitenverluste minimieren die Chance auf lukrative Werbekunden, so dass die wichtigen Werbegelder ausbleiben. Bereits vor gut einem halben Jahr wich der inzwischen alleinige Präsident von Myspace Mike Jones in einem Interview mit internetworld.de konkreten Fragen nach Umsätzen aus. Gewinn und Verlust seien damals nicht die größten Probleme bei Myspace gewesen.

Ein Videoclip gibt einen ersten Eindruck des neuen Myspace:


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Kommentare

Anonym am 30.11.2010

Das neue Myspace

... ist unübersichtlich, kompliziert und langsam. Viele Künstler haben ihre Myspaceprofile gelöscht und haben ihre Bandseiten bei Facebook eingerichtet. Das Ziel User zu ziehen hat wohl nicht ganz funktioniert.

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