Google stellt Wave ein
Keine perfekte Welle
05.08.2010 08:32 nma
Google stellt die Entwicklung seines Dienstes Wave offiziell ein, das verkündete das Unternehmen in seinem Firmenblog. Die Akzeptanz bei den Nutzern für den Service, der verschiedene Kommunikations- und Kollaborationsdienste wie E-Mail, Chat und den Dokumentenaustausch verbinden sollte, war zu gering.
Es sollte der Nachfolger von E-Mail und sozialen Netzwerken werden und die Arbeit in Teams vereinfachen: Google Wave wurde mit großen Worten gestartet. Die Rede war von einer “neuartigen Web-Anwendung für Echtzeit-Kommunikation und Kollaboration”. Unterm Strich blieben aber die Nutzer aus, der Dienst war vielen zu kompliziert.
In dem Blog-Eintrag verkündet Googles Vizepräsident Urs Hölzle die Entscheidung. “Wir waren uns nicht sicher, wie die Benutzer auf diese radikal andere Art der Kommunikation reagieren würden”. Und weiter: „Wave wurde von den Nutzern nicht so angenommen, wie wir es gerne gesehen hätten. Wir werden es nicht weiter entwickeln.“ Am Ende des Jahres wird der Dienst abgeschaltet. Bereits nach der Veröffentlichung der ersten Entwicklerversion wurde Kritik an dem Dienst laut. So warnte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereits im September 2009 die Nutzer vor der Verwendung von Wave.
Ganz wird Google Wave allerdings nicht verschwinden: User sollen ihre Inhalte exportieren können. Außerdem sind einige Funktionen bereits in eigene Open-Source-Projekte eingeflossen. Wave ist nicht der erste Fehlschlag von Google. Auch das Kurznachrichtentool Buzz findet wenig Zuspruch.
Olli am 06.08.2010
War klar
Aus meiner Sicht war es von vorne herein klar. Wenn ich den Nachfolger von E-Mail ankündige und der kann nicht mal die normalen Mails verarbeiten, dann ist es eine Totgeburt.
derSteigi am 05.08.2010
Schade
Eigentlich ein Supertool und für den mit modernen Medien arbeitenden Menschen keine Herausforderung, die Beherrschung der Welle.
Da waren die Google-Menschen ihrer Zeit voraus.