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Facebook startet Real-Time-Bidding-Plattform

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Facebook startet Real-Time-Bidding-Plattform

Werbeplätze im Netzwerkersteigern

Facebook startet Echtzeit-Auktionssystem (Foto: istock/gmutlu)

An der Börse klappt es ja nicht so gut für Facebook. Vielleicht hilft's ja, wenn man selber eine Börse einrichtet? Und zwar eine für Anzeigenwerbeplätze. Unter dem Namen Facebook Exchange will das soziale Netzwerk jetzt Werbung über eine Real-Time-Bidding-Plattform verkaufen.

Facebook ist für Nutzer kostenlos und finanziert sich im Wesentlichen aus Werbeeinnahmen. Das soll für das Unternehmen jetzt noch lukrativer werden, indem Werbeplätze künftig über eine Echtzeit-Auktionsplattform versteigert werden. Der Test für Facebook Exchange sei bereits angelaufen, berichtet Techcrunch.

Die Facebook Exchange funktioniert mit Hilfe von Partnern, so genannten Demand-Side Plattforms (DSP), über die Werbekunden mehrere Werbekonten verwalten. Besucht beispielsweise ein Nutzer eine Seite, die über eine DSP mit Facebook verbunden ist, wird ein Cookie beim Nutzer hinterlegt, sofern eine Kaufabsicht festgestellt werden konnte. Kommt der Kauf nicht zustande, leitet die DSP die anonymisierten Nutzerdaten an Facebook weiter, damit dem User relevante Werbung eingespielt werden kann.

Werbekunden müssen zu diesem Zweck vorgefertigte Werbeanzeigen für Facebook bereithalten. Diese werden an den Nutzer ausgeliefert, wenn Facebook den von der DSP abgelegten Cookie identifiziert. Erst dann wird über eine Echtzeitauktion der Werbeplatz für relevante Anzeigen ersteigert und dem Nutzer gezeigt.

Mit der Anzeigenbörse hofft Facebook, seine Werbeplätze für Werbekunden interessanter zu machen: Das System könne relevantere Anzeigen ausliefern, so eine Sprecherin.

Seit dem Börsengang von Facebook vor knapp vier Wochen dümpelt die Aktie des Unternehmens unterhalb des Ausgabepreises. Vergangene Woche richtete das soziale Netzwerk eine neue Option für Werbekunden ein, ihre Anzeigen gezielt beispielsweise ausschließlich an mobile Nutzer auszuliefern.


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