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Novelle des JMStV sorgt für Blogsterben

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Novelle des JMStV sorgt für Blogsterben

Die große Angst vorm Jugendschutz

Novelle des JMStV sorgt für Blogsterben Foto: Fotolia.com/shoot4u

Die Blogosphäre brodelt nicht - sie kühlt aus: Immer mehr Blogs kündigen in diesen Tagen an, ihren Dienst zum Jahresende und damit rechtzeitig vor dem Inkrafttreten des neuen Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) einzustellen. Damit wollen die Anbieter der gesetzlich verordneten Prüfpflicht entgehen.

Die Liste der Blogs, die eine Stilllegung angekündigt haben, wird immer länger. Mit dabei sind unter anderem das VZlog, das über die Holtzbrinck-Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ berichtet, Isotopp, zuendelkind und die Thüringer Blogzentrale. Sie alle befürchten, dass auf sie Abmahnungen und hohe Geldstrafen aufgrund des geänderten JMStV zukommen.

Bereits im Juni 2010 haben die Ministerpräsidenten der Bundesländer dem neuen Entwurf des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages zugestimmt. Derzeit müssen noch die jeweiligen Länderparlamente den neuen Vertrag ratifizieren, damit er wie geplant zum 1. Januar 2011 in Kraft treten kann. Das neue Gesetz soll einheitliche Regelungen für den Jugendmedienschutz in Rundfunk und Internet schaffen. Dazu sind die Anbieter angehalten, ihre Onlineinhalte mit den von Filmen bekannten Freigaben - ohne Altersbeschränkung, ab sechs Jahren, ab zwölf Jahren, ab 16 oder ab 18 Jahren - zu kennzeichnen.

Grundsätzlich müssen Onlineinhalte auch in Zukunft nicht gekennzeichnet werden, stellt die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Anbieter (FSM) auf ihrer Webseite klar. Ausnahmen gibt es dazu freilich auch. Inhalte, die erst ab 16 oder ab 18 Jahren freigegeben sind, müssen mit technischen Schutzvorrichtungen oder Sendezeitbeschränkungen versehen werden, die den Zugriff von Jüngeren unterbinden. Das gilt auch für Inhalte, die erst ab zwölf Jahren freigegeben sind und nicht von Inhalten für jüngere Kinder getrennt gehalten werden. Diese Bedingung ist keineswegs neu, sondern schon im älteren JMStV enthalten.

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Kommentare

SEO4444 am 02.12.2010

Ein Artikel dazu auf spiegel.de

Hallo,

auf spiegel.de gibt es dzu einen Artikel.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,732238,00.html

Gruß Silvio

SEO4444 am 02.12.2010

@Dan

Hallo Dan,

ich habe mir die Gesetzestexte durchgelesen und mich darufhin von der FSM und der KJM telefonisch beraten lassen! Die haben gesagt, es trifft nicht auf jeden zu.

Ruf doch mal an und informier dich dort.
KJM Tel.: 089 / 63808278
FSM Tel.: 030 / 240484-30

Ich bin der Meinung das alles etwas zu hoch gepuscht wird. Genauso wie bei den Themen "Der Pagerank ist Tot" und "SEO ist Tot!"

Gruß Silvio

Dan am 01.12.2010

Böse Sache

Ich rate den Gesetzestext zu lesen. Das geht jede Internetseite an. Vorrangig Blogs und Foren, denn die gelten grundsätzlich als potentiell jugendgefährdend.

Ich habe eben zwei meiner Foren dicht gemacht. Um Abmahnungen der Abmahnprofis (Verbraucherschutzvereine) zu vermeiden.

SEO4444 am 01.12.2010

Vielen Dank für diesen Artikel!

11:07 Uhr wichtige ICQ Mitteilung vom Chef mit Link zu diesem Artikel.
Ich habe Ihn mir durchgelesen und dachte mir "Was haben wir damit zu tun"?
Wir haben gewerblich neben unseren Onklineshops auch Blogs zu laufen, aber nichts davon ist jugendgefährdent.

Es begann eine kleine Diskussion. So verschwendete ich dann erstmal 4 Stunden meiner eigentlich sehr knappen Arbeitszeit mit rumtelefonieren.

Bei der kjm bekam ich sehr gute Informationen zum Thema und sah mich bestätigt, das wir damit nichts zu tun haben. Es wurde mir erzählt, wie im Artikel schon beschrieben, das die FSM 2011 ein Tool Online stellen wird. Es wird wohl eine Art Fragebogen. Aus den Antworten wird dan das Label z.B. FSK18 erstellt und der Code kann in die eigene Website eingebaut werden. Für private Seitenbetreiber soll es kostenlos sein und für gewerbliche Anbieter etwas kosten. Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 4000,00€ bei der FSM ist sehr hoch angesetzt. Kleinere Unternehmen können sich den Spass sicherlich nicht leisten.
Bei der FSM gabs dann noch die Aussage am Telefon "keine jugendgefährdenden Inhalte - keine Klassifizierung!"

Also hat sich das Thema für mich erstmal erledigt.

Gruß Silvio

Links zum Thema:
http://www.fsm.de
http://www.kjm-online.de

Thomas Schmidt am 01.12.2010

Alles klar

In Zeiten von Wikileaks und offenen Pornokanälen ist diese Art von Gesetzgebung sowas von anachronistisch ... wenn es nicht so traurig wäre könnte man sich lustig unterhalten fühlen. Unsere Legislative hört doch so langsam echt den Knall nicht mehr.

Michael Reuter am 01.12.2010

Mehr Gelassenheit

Wie Rechtsanwalt Udo Vetter ausführt, ist bei diesem Thema mehr Gelassenheit angesagt:
http://www.yigg.de/computer-und-technik/blogger-koennen-leidlich-gelassen-bleiben

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