Untersuchung zu Rechnungskauf als zusätzliche Zahlungsart
Untersuchung zu Rechnungskauf als zusätzliche Zahlungsart
Zahlung per Rechnung anbieten lohnt sich
14.03.2011 14:24 tga
Wie wirkt es auf die Konversionsrate, wenn der Kauf auf Rechnung als zusätzliche Zahlungsart aufgenommen wird? Das haben telefon.de und BillSafe untersucht.
Der Onlineshop hat mehrere Wochen hinweg einen A/B-Test durchgeführt: Während 50 Prozent der Käufer die bisherigen Zahlarten des Shops ohne Rechnungskauf zur Verfügung standen, wurde der anderen Hälfte als zusätzliche Zahlart Rechnungskauf über BillSafe angeboten. Bei beiden Gruppen wurden anschließend die Conversion sowie die Warenkorbhöhe gemessen.
Das Ergebnis: Mit Rechnungskauf konnte telefon.de eine um mehr als zehn Prozent höhere Conversion erreichen. Der Wert des Warenkorb stieg um 20 Prozent. Neben PayPal entwickelte sich der Rechnungskauf sofort zu einer der beliebtesten Zahlarten, mehr als die Hälfte aller Einkäufe wurden entweder über PayPal oder über den Rechnungskauf bezahlt.
"Der Rechnungskauf über BillSafe wird von unseren Käufern sehr gut angenommen und ist innerhalb kürzester Zeit zu einer der am häufigsten genutzten Zahlarten geworden", kommentiert telefon.de-Geschäftsführer Jan Klöker das Ergebnis. "Der Shop konvertiert durch die Zahlart Rechnung auch insgesamt besser und bietet uns in unserer Branche einen klaren Wettbewerbsvorteil."
Dass die deutschen Onlineshopper beim Bezahlen konservativ sind, hat eine Umfrage des Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) belegt: 40 Prozent der Verbraucher bevorzugen den Kauf auf Rechnung. Auf Rang zwei folgt die Nutzung von elektronischen Bezahlsystemen wie PayPal oder Click&Buy.
Die eBay-Tochter Paypal hat sich im November 2010 an dem Zahlungsdienstleister BillSafe beteiligt. Neues Mitglied der BillSafe-Geschäftsführung wird zum 1. April 2011 Alexis Giesen, der zuvor den Konkurrenten RatePay gegründet hatte.
Daniela Zimmer am 16.03.2011
@B.W.: Bitte in der Redaktion melden
Lieber B.W., wenn Sie Lust haben, dann melden Sie sich doch mal bei mir in der Redaktion unter daniela.zimmer@internetworld.de. Wir sind an individuellen Händlererfahrungen immer interessiert.
B.W. am 16.03.2011
Warum Rechnung immer nur mit Anbieter
Ich verstehe nicht, warum Onlin-Händler das Anbieten von Zahlart Rechnung grs. immer nur mit einem Anbieter wie Billsafe diskutieren.
Ich biete seit Jahren jetzt die Zahlart Rechnung ohne Sicherheits-Netz an. Ohne nennenswert Probleme. Habe einen Zahlungsausfall von 2%. Wenn ich das über Billsafe und Co. absichern lasse, dann fallen dort 5 % an.
Einfache Rechnung: Umsatz per Rechnung 10.000 €/Monat
Zahlungsausfall 2 % = 200 € - Provision an Billsafe oder Co. 500 €. Mein Verlust ist sogar noch niedriger, wenn ich nicht den Umsatz nehme, sondern nur meine auftragsbezogenen Kosten, dem gegen rechne.
Hinzu kommen noch die Effekte, dass bei Billsafe und Co. auch meine Stammkunden und Behörden-Bestellungen verprovisioniert werden, wo ich ein ganz geringes Zahlungsaufallrisiko habe.
Man sollte als Online-Händler auch keine Angst vor der Zahlart Rechnung haben. Das selber in Kombination mit einer Boniprüfung (kostet 1 €/Fall) zu machen kann sich viel mehr lohnen.
Christian am 14.03.2011
Re: Ausfallrisiko
> Und wie sieht es bei der Zahlmöglichkeit per
> Rechnung mit dem erhöhten Ausfallrisiko aus?
Der Kunde bezahlt hier zwar nach Erhalt der Ware und wenn er sie behalten will, allerdings nicht direkt an den Händler, sondern an einen eigenen Payment- und Factoring-Dienstleister, der dem Händler die Bezahlung des Rechnungsbetrags (abzüglich eines vereinbarten Diasgios für Garantie, Verwaltung und Risiko) garantiert und andererseits bereits während der Bestellung den Kunden über diverse Datenbanken (Schufa, Wirtschafts-Auskunfteien etc.) auf sein Risiko bzw. bisheriges Zahlungsverhalten prüft und nur bei solchen Kunden Kauf auf Rechnung zuläßt, wo das Risiko für Zahlungsausfälle gering ist.
Hermann R. am 14.03.2011
Ausfallrisiko
Und wie sieht es bei der Zahlmöglichkeit per Rechnung mit dem erhöhten Ausfallrisiko aus?