Otto will Lebensmittel online verkaufen
Käse, Weine und Fertiggerichte
25.06.2010 14:40 dah
Der Multichannelversender Otto will, wie bei der Vorstellung der Jahresbilanz betont, künftig noch stärker in den Vertriebskanal Internet investieren. Neben den Aktivitäten auf ausländischen Märkten zieht der Hamburger Konzern auch einen Wiedereinstieg in den webbasierten Lebensmittelversand in Erwägung.
Derzeit befinde sich das Projekt noch in der Planungsphase, berichtet die Lebensmittelzeitung. Für den Aufbau eines Onlinesupermarkts führe der Konzern derzeit Gespräche mit Unternehmen aus der Lebensmittelbranche. Als Vorbild diene der britische Konzern Tesco, der in diesem Bereich sehr aktiv ist: "Tesco macht ein großartiges Geschäft. Mit dem richtigen Konzept geht das auch in Deutschland. Wir glauben an den Markt", erklärt Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group.
Der Onlinehandel mit Lebensmitteln führt in Deutschland ein Schattendasein. Zwar gibt es Unternehmen, die beispielsweise frisch gepresste Säfte versenden oder individuelle Schokoladen produzieren, aber Versender mit großen Lebensmittelsortimenten sind rar. Im Juli 2009 hatte die Biosupermarktkette basic ihren Onlineshop für Lebensmittel gestartet. Auch bei den internetworld.de-Nutzern kommt der Onlinehandel mit Lebensmitteln gut an. Einer eigenen Umfrage zufolge würden 75 Prozent der User ihre Lebensmittel dann online bestellen, wenn das Angebot des Händlers groß genug wäre. Ein Drittel der Befragten lehnte jedoch grundsätzlich den Onlinekauf von Lebensmitteln ab.
Chrissi am 25.01.2011
Otto - 2. Versuch?
Hallo,
ich bin extrem skeptisch, ob Otto es dieses mal schafft. Ihr erster Versuch vor einigen Jahren war ein echter Reinfall, insb. weil das Logistikkonzept unausgereift war. bisher konnte sich nur schlanke startups etablieren wie z.b. www.saymo.de
otto muss verstehen, dass der versandhandel mit lebensmittel einfach ein anders geschäft ist als der mit mode und daher andere anforderungen bestehen.