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Handel mit E-Books boomt

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Handel mit E-Books boomt

Erster E-Book-Shop auf Facebook eröffnet

Handel mit E-Books boomt

E-Book-Läden schießen wie Pilze aus dem Boden, und auch die großen Buchhändler der analogen Welt springen zunehmend auf diesen Trend auf. Passend zur Leipziger Buchmesse, die heute ihre Türen öffnet, startet mit Readboox ein erster E-Book-Shop für Facebook.

In diesem Jahr planen 2,9 Millionen Deutsche, sich ein E-Book zu kaufen. Gegenüber dem Vorjahr hat sich diese Zahl um 32 Prozent beziehungsweise 700.000 Kaufwillige erhöht, meldet der Branchenverband Bitkom. Insbesondere bei den 14- bis 24- Jährigen seien die elektronischen Bücher beliebt. So wollen zehn Prozent dieser Altersgruppe in diesem Jahr ein E-Book erwerben.

Vermutlich wird es ein Fachbuch werden, denn gerade im Bereich der Fachliteratur werde sich das digitale Buch durchsetzen, prognostiziert der Vizepräsident des Verbandes Achim Berg. Denn vor allem bei der Recherche nach Stichwörtern oder Textpassagen können elektronische Bücher ihre Stärken ausspielen.

Nutzer lesen zehn E-Books pro Jahr

Nur sporadisch werden in Deutschland Verkaufszahlen von E-Books oder den entsprechenden Lesegeräten bekannt gegeben. Im Februar erklärte Weltbild, im vergangenen Jahr 10.000 Geräte verkauft zu haben.

Auch bei Libri zeigt man sich mit dem Verkauf der E-Books zufrieden, nennt aber keine konkreten Zahlen. Kunden, die E-Books nutzen, kauften durchschnittlich zehn digitale Bücher pro Jahr. Besonders häufig werden elektronische Bücher für 9,99 Euro gekauft.

Obwohl der Bitkom elektronischer Fachliteratur das größte Potential einräumt, stehen bei Libri Romane und Krimis ganz oben in den Charts der digitalen Bücher. E-Books sind wie die meisten technischen Spielzeuge derzeit noch eine Männerdomäne. So wurden bislang 71 Prozent aller verkauften Geräte von Männern erstanden.

Frauen tendieren im Gegensatz zu Männern eher zu kleineren und handlichen Geräten im Taschenformat. Deutlich ausgeglichener sieht die Verteilung dagegen bei den E-Book-Käufen aus. Hier stellen die Männer mit 58 Prozent nur knapp die Mehrheit.

Digitale Bücher auf dem iPhone

In Deutschland sollen sich rund zwei Millionen iPhones im Einsatz befinden. Deren Besitzer benötigen nicht zwingend ein separates Lesegerät, sondern können eine Readeranwendung auf dem Smartphone installieren und darüber Bücher kaufen und lesen. Das Berliner Start-up textunes hat über seine iPhone-App im vergangenen Jahr rund 50.000 E-Books verkauft.

Zusammen mit kostenlosen Büchern und Leseproben kommt das Unternehmen sogar auf 350.000 herunter geladene E-Books. Die Preisspanne pro Buch variiert dabei zwischen 0,79 Euro und 24,99 Euro. Durch den Start von Apples iPad in Deutschland hofft man bei textunes auf einen erneuten Schub. So plane man, in diesem Jahr rund 250.000 E-Books zu verkaufen. Derzeit arbeitet textunes mit 100 Partnerverlagen zusammen. Das Sortiment soll bis zur Frankfurter Buchmesse auf 3.000 Titel erweitert werden.

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