Bewertung:
  • Currently 3/5 Stars.
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5

BVDW kritisiert EU-Gesetzentwurf

BVDW kritisiert EU-Gesetzentwurf

Der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) kritisiert den Entwurf zur Neufassung des Artikels 5 der EU-Richtlinie zur Privatsphäre und Elektronischer Kommunikation (ePrivacy Richtlinie), der vorsieht, dass der Internetnutzer vor dem Abruf jeder Seite der Verwendung von Cookies aktiv zustimmen muss.

Nach den Plänen der tschechischen Ratspäsidentschaft muss der Nutzer bei jedem Seitenbesuch den Einsatz von Cookies abnicken. Das Einholen des Einverständnisses des Users kann dem Gesetzesentwurf nach entweder durch einen Diensteanbieter erledigt werden oder aber über jeweils gesonderte Pop-up-Fenster.

Würde diese Regelung so wie sie in der Textfassung enthalten ist, umgesetzt, führe dies zu einer massiven Beschränkung von Geschäftsmodellen und Nutzungsszenarien. Denn einige wichtige Funktionen von Web-2.0-Inhalten funktionieren ohne Cookies nicht oder werden falsch dargestellt. Letztlich würde durch eine solche Einschränkung auch der Onlinehandel und die Onlinewerbung massiv behindert, erklärt der BVDW.

"Die vorgelegte Textfassung, die entgegen der Aussage der tschechischen Ratspräsidentschaft nicht konsensual zustande gekommen ist und gegen die sich breiter und vehementer Widerstand aus den Reihen der Wirtschaft regt, bedarf einer zwingenden Korrektur", meint Matthias Ehrlich, Vizepräsident des BVDW. Der Bundesverband macht sich stattdessen für die Beibehaltung der aktuellen Regelung stark. Denn der Internetnutzer kann in seinem Browser jederzeit die Annahme von Cookies verweigern, wenn er dies möchte. Außerdem würden Webseitenbesucher gemäß des geltenden Rechts schon jetzt über den Einsatz und den Zeck von Cookies von den Webseitenbetreibern über die Datenschutzerklärungen informiert.


Anzeige



Kommentare

Erhard Neumann/ ADTECH am 30.04.2009

Zustimmung zum Cookie-Setzen

Die Zustimmungspflicht für Cookies ist schlichtweg ein nicht zu Ende gedachter Vorschlag, dessen wirtschaftlicher Tragweite sich die EU Ratspräsidentschaft nicht bewusst zu sein scheint. Cookies sind im Internet-Business nicht einfach weg zu entscheiden. Keine der modernen Internetanwendungen, insbesondere die, die mit Werbung den Content finanzieren, würde weiter funktionieren. Fast alle Informationen, die im Internet kostenlos verfügbar sind, sind durch Werbemaßnahmen gegenfinanziert. Fallen diese weg, hätten diese Seiten keine Überlebenschance mehr. Man sollte sich unter den Entscheidern in der EU doch wirklich etwas mehr Mühe geben und die monetären Auswirkungen für die Wirtschaft und in diesen Branchen beteiligten Unternehmen versuchen zu ermitteln. Sobald diese Zahlen auf dem Tisch sind, wird die Diskussion sicherlich eine andere Richtung bekommen.
Zentral zertifizierte Cookies, die sich nicht diesen angedachten Bestimmungen unterwerfen müssen, würden den seriösen Anbieter stärken und dem ganzen mehr Spielraum geben.

TOP-THEMEN

Pinterest für Einsteiger

Pinterest ist nicht zu stoppen: Seit Monaten gilt die Pinnwand als der neue Trend in Sachen Social Media. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit sechs Quick-Steps vom neuen Hype profitieren. mehr
Zukunftsstudie der Deutschen Post DHL

Ranking: Die erfolgreichsten Social-Media-Händler

Wer die beliebtesten US-Händler in den sozialen Netzwerken sind, lässt sich in diesem Top-250-Ranking auf einen Blick feststellen. mehr
Mark Zuckerberg

Die Facebook-Story in Bildern

Vom Uni-Abbrecher zum Milliardär: Der Facebook-IPO markiert den vorläufigen Höhepunkt einer einzigartigen Karriere. Wir haben die wichtigsten Stationen nachgezeichnet. mehr

Newsletter

Zweimal täglich das Neueste aus Online-Marketing, E-Commerce, Online-Recht und Technik sowie topaktuelle Personalien. Jetzt kostenlos bestellen!



Umfrage

Mit einem Preis von 38 Dollar je Aktie brachte es Facebook auf eine Bewertung von 104 Milliarden US-Dollar. Das ist 4,5 mal mehr als Google zugebilligt wurde. In Kontrast zur Rekordbewertung steht ein Gewinn von gerade mal 1,1 Milliarden Dollar in 2011. Ist Facebook überbewertet?

Ist Facebook 104 Milliarden US-Dollar wert?

Top 10 Artikel

Ausgabe 26

Internet World Business

Ausgabe 06/2012

"Wir freuen uns auf die Messe"

Am 27. und 28. März öffnet die Internet World in München ihre Tore für Fachbesucher weiterlesen
Apps richtig analysieren (Foto: istockphoto.com/Creativeye

Apps richtig analysieren

Wie lässt sich die Webanalyse auf mobile Apps übertragen und was es dabei zu beachten gilt mehr
Conversion-Optimierung mit Webanalyse (Foto: istockphoto.vom/mbortolino)

Conversion-Optimierung mit Webanalyse

Um die Schwachstellen eines Shops zu finden, müssen dessen Inhalte regelmäßig kontrolliert werden. Wie Händler ihr Monitoring verbessern können mehr
Tipps für intensivere Kundenbeziehungen (Foto: istockphoto.com/boryak)

Tipps für intensivere Kundenbeziehungen

Der Markt für Computerspiele wächst. Um davon zu profitieren, sollten Anbieter auch auf Mailmarketing setzen. So binden Sie Ihre Spieler mehr