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Affiliate-Betrug nimmt zu

Einige Affiliates rechnen für nicht erbrachte Leistungen ab

Affiliate-Betrug ist nicht nur in den USA ein wieder verstärkt diskutiertes Thema. Auch hierzulande mehren sich die Meldungen über illegal abgerechnete Provisionen.

"Wir haben Kunden, bei denen schon mal bis zu 90 Prozent des Traffics, der über Affiliate Marketing generiert wird, verdächtig maschinengeneriert aussieht“, alarmiert Wolfgang Bscheid, Chef der Online-Agentur Mediascale, die E-Commerce-Branche. Das würde nicht nur ungerechtfertigt ausgegebene Marketingbudgets zur Folge haben, sondern auch unnötig hohe Kosten für Serverparks, die für den technisch generierten Traffic angeschafft werden. "Das ist ein Folgeschaden, den man quantifizieren muss“, sagt der Online-Experte Bscheid.

Thomas Eisinger vom Performance-Marketing-Spezialisten Explido aus Augsburg relativiert
die von Bscheid genannten Zahlen: "Ich möchte mich nun nicht zum Anwalt der Affiliates
machen, aber ich vermute, dass das Ganze auf einem Missverständnis beruht“, erklärt er.
Es gebe nämlich Trackingtechniken, bei denen praktisch alle Klicks wie maschinelle Klicks aussehen, ohne dass dem tatsächlich so ist.

Auch die Affiliate-Netzwerke wiegeln ab. Spätestens seit der Formulierung eines "Code of
Conduct“ seitens des BVDW, den Affiliate-Anbieter wie Affilinet, TradeDoubler oder Commission Junction unterzeichnet haben, sei das Thema Traffic-Qualitätssicherung für alle Affiliate-Netzwerke ein ausgesprochen wichtiges Thema, heißt es unisono. Marktführer Zanox ging der BVDW-Code allerdings noch nicht weit genug. Die Axel-Springer-Tochter hat
daher im September einen eigenen Code of Conduct verabschiedet, der auch internationale Richtlinien berücksichtigt.

Wolfgang Bscheid reicht das Lippenbekenntnis der Affiliate-Anbieter allein nicht. Er plädiert
für ein neutrales Prüfverfahren, das den generierten Traffic mit einem eigenen Trackingsystem misst. "Sobald der Kunde die Lufthoheit wiederhat, wird sich der Markt sofort bereinigen“, ist er sicher.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Affiliate-Betrug. Haben Sie auch das Gefühl, für maschinengenerierten Traffic Provision zu bezahlen? Machen Sie mit bei unserer "Frage der Woche".

Mehr zum Thema Affiliate-Betrug und den eingesetzten Methoden lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von INTERNET WORLD Business (EVT: 24.11.2008). Hier gehts zum kostenlosen Schnupperabo.


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Kommentare

Frank F. am 25.11.2008

Cookie-Dropping

Wer etwas mehr über Cookie-Dropping erfahren möchte, dem ist folgender Beitrag samt Comments zu empfehlen. Dort wird am Beispiel eines Cookie-Droppers gezeigt wie in der Branche vorgegangen wird.

http://www.seo-blackhat.com/article/seofmcom-abused-for-shady-and-illegal-blackhat-methods-marcus-tandlers-true-nature.html

Frank F.

Monika T-S am 25.11.2008

Uraltes Thema -

ich bin sehr irritiert, dass ein sehr uraltes Thema als neu verkauft wird. Soll neben all den Horrorszenarien, die Politiker künstlich erzeugen jetzt auch Affiliate in Missgunst gebracht werden?


Hat es internet worlds business Not mit alten Hüten punkten zu wollen?

Längst gibt es dafür Lösungen und die Branche fährt gut damit. Affiliate, die seriös und sauber arbeiten gibt es genug - jedoch unsauberes Geschäft zieht unsaubere Partner an ;)

es ist 2009 - die Themen gab es 2004-2005 ;) willkommen in der Neuzeit

lg

der Dirk am 25.11.2008

Schlechter Artikel

Es ist schon erschreckend, wie die Probleme einzelner in den Vordergrund gestellt werden. Ein ganz schlechter Artikel, der nur die Inkompetenz des Autors und seiner Agentur aufzeigt. Die Argumente sind alt, die Lösungen schon lange gefunden und sehr erfolgreich im Einsatz.

Florian am 25.11.2008

Affiliate Betrug - das ist doch nix Neues

ich verstehe nicht, dass dieses thema jetzt so hochpoppt. wir arbeiten seit jahren mit einem entsprechenden programm und müssen leider jeden lead qualifizieren. und wenn etwas nicht passt, dann wird die provision einfach verwehrt. ganz einfach.

also insofern: besser kontrollieren und nicht blind vertrauen. dann passiert auch nix.

und für die anderen herrschaften: es gibt auch affiliate programme die nur auf cpc provisionen ausschütten - insofern gibt es in der tat leute, die davon profitieren, wenn einfach nur traffic generiert wird...

dsquare.de am 24.11.2008

Besser Messen

Wir bieten unseren Kunden ein echtes Multi-Channel Tracking. Damit wird ein Affiliate-Hopping, Dopplevergütungen und Ähnlicher Schindluder von vornherein ausgeschlossen. Und die Daten liegen beim Kunden, damit kann er noch viel mehr nachvollziehen.
Nach Lektüre des Artikels wundert es mich, dass noch nciht mehr Unternehmen damit arbeiten.

Amadeus am 24.11.2008

Affiliate Betrug

...Wolfgang Bscheid macht (mal wieder) Stimmung zum Schutz seiner eigenen Interessen.

Paul Buchhorn am 24.11.2008

Affiliate Marketing wird per Sale / Lead abgerechnet

Mediascale hat wohl ein marktunübliches Affiliate Modell. Das Affiliate Marketing als solches wird nur dann vergütet, wenn eine bestimme Aktion generiert wurde (Sale/Lead). Es spielt keine Rolle wieviel Traffic erzeugt wurde und wie oft geklickt wurde. Der Auftraggeber bezahlt nur dann, wenn er seine Aktion bekommen. Nach diesem Modell ist somit eine Betrug, wie dieser im Artikel aufgeführt wird, ausgeschlossen.

Robby vom Verbraucherportal erdwaermepumpe.de am 24.11.2008

Affiliate-Betrug nimmt zu

Kontrolle ist wichtig!

Wir arbeiten jetzt schon ein Jahr mit einem Partnerprogramm und haben gute Erfahrung damit gemacht. Bei uns wird pro Kundenkontakt bezahlt. Sicher gibt es immer wieder ein paar besonders tolle Partner, die versuchen Müll anzubieten (Telefonnummer oder Adresse falsch). Die Kontrolle ist eben immer wichtig. Jede Adresse wird erst nach Prüfung bezahlt. Schlechte Partner werden gelöscht, gute Partner erhalten eine höhere Vergütung.

Sicher ist das keine 100%-Lösung, aber bis jetzt ging es gut.

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