eco stellt Studie vor 17.11.2015, 12:00 Uhr

Internetwirtschaft wächst um 12 Prozent pro Jahr

Für die nächsten Jahre rechnet der Branchenverband eco mit stabil zweistelligen Zuwachsraten. Doch wächst die Wirtschaft unterschiedlich schnell - je nachdem welches Segment man betrachtet.
(Quelle: eco )
Cloud-basierte Dienste wie Infrastructure as a Service (IaaS), Software as a Service (SaaS), Domains oder Web-Hosting werden in den nächsten Jahren überdurchschnittlich zum Wachstum der deutschen Internet-Wirtschaft beitragen.
Das geht aus einer Studie hervor, die der Internet-Branchenverband eco am Dienstag in München vorstellte. Der Verband geht davon aus, dass die deutsche Internet-Wirtschaft von 2015 bis 2019 um rund 12 Prozent pro Jahr wachsen wird. Der Bereich "Services und Applications" soll dabei mit einem Wachstum von 21 Prozent am stärksten wachsen, während die Umsätze mit der reinen Internet-Infrastruktur nur um sieben Prozent pro Jahr zulegen.
Wehrmutstropfen bei der Prognose: Das am stärksten wachsende Marktsegment, die erwähnten "Services und Applications", machen nur rund fünf Prozent der gesamten deutschen Internet-Wirtschaft aus. Der umsatzstärkste Bereich, nämlich "Aggregation und Transactions" umfasst die Bereiche E-Commerce, Online-Payment und Online-Marketing und zeichnet für knapp 60 Prozent aller Umsätze der deutschen Internet-Wirtschaft verantwortlich. Ihm trauen der eco und die begleitende Unternehmensberatung Arthur D. Little ein Wachstum von im Schnitt 13 Prozent pro Jahr zu, geringfügig über dem Durchschnitt der gesamten Internet-Wirtschaft - und immer noch um ein Vielfaches über der allgemeinen Wachstumsquote der deutschen Wirtschaft.
Mit der wirtschaftlichen Entwicklung in den vergangenen Jahren seit der letzten eco-Studie zu diesem Thema zeigt sich der Verband zufrieden: In den letzten drei Jahren habe sich die deutsche Internet-Industrie "sogar ein bisschen besser entwickelt als erwartet", so eco-Geschäftsführer Harald E. Summa. Von 2012 bis 2014 wuchs der Umsatz der deutschen Internet-Wirtschaft von 49,3 auf 64,4 Mrd. Euro, was rund 15 Prozent pro Jahr entspricht. Für 2015 schätzt der Verband den Gesamtumsatz auf 72,6 Milliarden-Euro.
Interessant dabei: Der Bereich "Services und Applications“, der laut Studie in den nächsten Jahren überproportional wachsen soll, bildete in den vergangenen Jahren mit nur vier Prozent jährlichen Wachstums das Schlusslicht.



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