Website-Anbieter
02.11.2015, 10:40 Uhr

Weebly eröffnet Europazentrale in Berlin

Weebly hat in Berlin seine Europazentrale eröffnet. Gleichzeitig hat der Website-Anbieter seine deutsche Plattform einem Relaunch unterzogen, damit lassen sich Webshops auch per Smartphone erstellen.
Das Weebly-Büro in Berlin
(Quelle: Weebly)
Weebly will sein Europageschäft ausbauen. Dazu hat der US-Anbieter für Webhosting und Website-Erstellung in Berlin eine neue Europazentrale eröffnet. Von hier aus will das Unternehmen ab sofort sein Deutschlandgeschäft steuern und seine Internationalisierung in Europa vorantreiben.
"Deutschland ist einer unserer Schlüsselmärkte mit 3,4 Millionen Nutzern, die monatlich eine mit Weebly erstellte Website besuchen", erklärt Dion McKenzie, General Manager und Europa-Verantwortlicher bei Weebly, im Gespräch mit INTERNET WORLD Business. Dabei passe die deutsche Hauptstadt gut zum eigenen Konzept. "In Berlin gibt es viele Künstler und Menschen, die die Arbeitskultur verändern. Sharing Economy ist hier ein großes Thema.  Das passt gut zu unserem Ansatz, wir wollen den Menschen zeigen, wie einfach es ist, seine Leidenschaft ins Internet zu bringen."

Online-Shop mit der Smartphone-App erstellen

Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Weebly-Nutzer in Deutschland nach eigenen Angaben um 60 Prozent gestiegen. Vor allem an kleine Unternehmen, Selbständige, Gründer und Blogger will sich das Unternehmen richten. Mit dem Relaunch der deutschen Weebly-Plattform, der ebenfalls bekanntgegeben wurde, können Anwender ihren Internetautfritt komplett mobil erstellen und steuern. Die neuen Apps für iPhone, iPad, Apple Watch und Android ermöglichen auch Shopbetreibern, ihren Online-Shop per Smartphone zu konfigurieren und verwalten - per Drag-and-Drop-Editor.
Mit seinem Mobile-First-Ansatz will das Unternehmen auf das Verhalten seiner Nutzer reagieren, denn die Hälfte des gesamten Weebly-Traffics entfalle mittlerweile auf mobile Geräte. Dabei erkennt McKenzie durchaus Unterschiede zwischen Website-Baumeistern aus den USA und hierzulande: "In den USA gibt es Anbieter aus sehr unterschiedlichen Bereichen, wie zum Beispiel viele Catering-Anbieter. In Deutschland besteht ein Großteil der kommerziellen Nutzer  aus Herstellern, wie zum Beispiel ein Schreiner aus Bayern", erzählt McKenzie: "Er bekam Probleme, als ein großes Möbelgeschäft ein Geschäft in seiner Nähe eröffnete und ging beinahe pleite. Daraufhin baute er sich eine Weebly-Seite und verkauft darüber jetzt seine Tische und Regale. Außerdem hat er mit dem Bloggen angefangen."

Drei Milliarden Menschen nutzten im vergangenen Jahr weltweit das Web, 288 Millionen Top-Level-Domains wurden 2014 registriert. Weitere Zahlen rund um Webhosting und das Internet zeigen Charts.

Eine beachtliche Summe hatte in diesem Jahr der Weebly-Konkurrent Jimdo im Rahmen einer Finanzierungsrunde eingesammelt. Der US-Investor Spectrum Equity investierte 25 Millionen Euro in den 2007 gestarteten Webseitenbaukasten-Anbieter aus Hamburg.



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