Praxistipp 09.05.2016, 12:30 Uhr

5 Tipps für 360-Grad-Videos im Marketing

Mittendrin statt nur dabei - das ist das prägende Kennzeichen von 360-Grad-Videos. Sie lassen Nutzer ein Event oder eine Produktpräsentation hautnah miterleben. Fünf Tipps, worauf dabei zu achten ist.
(Quelle: Fotolia.com / S. Artur Martiniec)
Seit einiger Zeit schon ermöglichen YouTube und Facebook sogenannte 360-Grad-Videos. Das Besondere daran: Dem Betrachter bietet sich eine Rundumsicht, die er durch die Bewegung seines Smartphones oder mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille selbst durch seine Kopfbewegung steuern kann. Für Nutzer und Marken sind sie aber noch ein recht neues Medium. Ulf Beyschlag, Geschäftsführer des Webvideo-Produzenten Clipessence, gibt fünf Tipps, was bei 360-Grad-Videos zu beachten ist: 

1. Für welchen Zweck bieten sich 360-Grad-Videos an?
360-Grad-Videos bieten sich immer dann an, wenn der Betrachter in eine Situation eintauchen soll, vielleicht in eine Rolle versetzt werden soll. Beispiele sind Veranstaltungen, Recruiting, Führungen durch Firmen oder Messen als auch Hilfsprogramme von Spendenorganisationen.

2. Was ist anders im Aufbau eines 360-Grad-Videos?
Das Storytelling für 360-Grad-Videos ist anders, weil der Produzent die Pers­pektive des Betrachters nicht mehr durch die Ausrichtung der Kamera ­bestimmen kann. Der Betrachter ist frei in seinem Blick. Deswegen braucht er Zeit, sich im gesamten ­Szenenbild zu orientieren. Szenen müssen daher länger sein, aber nicht zu lang, damit sie nicht langweilen.

3. Wie hält man den Spannungsbogen?

Jede Szene muss dazu reizen, sich umzusehen. Der Betrachter möchte Interessantes entdecken. Je mehr er animiert wird zu wischen oder sich mit der Brille zu drehen, desto stärker ist er involviert und sieht sich auch län­gere Videos an.

4. Wo versteckt sich der Kameramann?
Bei vollen 360-Grad-Aufnahmen ist ­alles zu sehen, auch der Kameramann. Die Kamera kann auf dem Kopf des ­Kameramanns befestigt werden. Wenn sie sich nicht bewegen muss, kann sie auf einem Stativ stehen. Aus sich bewegenden Fahrzeugen kann sie auf einem Stativ hinausgehalten werden.

5. Wo sollte man seine 360-Grad-­Videos einstellen?

YouTube und Facebook sind die populärsten Plattformen. Zudem gibt es ­eine Reihe von spezialisierten Plattformen wie 9GAG.tv oder Kolor Eyes. Über eine Verlinkung lassen sie sich auch in die eigene Website einbinden.
Um mehr Zuschauer zu erreichen setzt YouTube auf 360-Grad-Live-Stream und auch Facebook erweitert seine 360-Grad-Videos kontinuierlich.



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