02.12.2008, 10:27 Uhr

Vermarkter-Konsolidierung: United Internet Media und Adlink rücken näher zusammen

Drittvermarktung liegt für große Portalvermarkter im Trend. Und die 1&1-Tochter Adlink dümpelt seit Monaten vor sich hin. Was liegt da näher als United Internet Media und Adlink zusammenzulegen?
UI-Vorstand Ralph Dommermuth
Ralph Dommermuth ist das schlechte Geschäftsergebnis von Adlink ein Dorn im Auge
Der Online-Vermarkter United Internet Media will künftig mit seinem Schwesterunternehmen Adlink Internet Media stärker strategisch zusammenarbeiten. Aktuell diskutiert wird über die gemeinsame Weiterentwicklung von Media- und Werbetechnologien, Produktentwicklung sowie eine gemeinsame Marktansprache. Selbst die gesellschaftsrechtliche Integration von United Internet Media und der börsennotierten Adlink Group sei "nicht ausgeschlossen". Grund für die Kooperationsgespräche seien die sich konsolidierenden Märkte. Dabei wollen beide Partner jedoch ihre Positionierung als Eigen- und Fremdvermarkter gegenüber Partnern und Kunden beibehalten.
Adlink machte in der Vergangenheit eher mit negativen Schlagzeilen von sich reden. Erst jüngst beklagte United-Internet-Vorstand Ralph Dommermuth das schlechte Neun-Monats-Ergebnis der Marken Adlink, Affilinet und Sedo, deren Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur um 1,6 Prozent auf 159 Millionen Euro wuchsen. "Nicht zufriedenstellend", lautete das Urteil von Vorstand und Aufsichtsrat der United Internet AG.
Darüber hinaus hatte Adlink in letzter Zeit einige Verluste auf Kundenseite hinzunehmen: Viacom Brand Solutions, der Vermarkter der MTV Networks-Marken, kündigte zum 1. Januar 2009 die Zusammenarbeit mit Adlink auf. Wenige Wochen zuvor hatte der wichtigste Kunde OMS Online Marketing Service angekündigt, Adlink das Vermarktungsmandat ab spätestens Mitte nächsten Jahres zu entziehen. Geschäftsführer Matthias Wahl hat den kriselnden Vermarkter ebenfalls vor kurzem verlassen.



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