30.04.2009, 09:28 Uhr

Time Warner will AOL abstoßen

Das US-Medienunternehmen plant, sich von seiner Internettochter AOL zu trennen, deren Gewinn im ersten Quartal 2009 um 37 Prozent eingebrochen ist. Eine Entscheidung wird dem Wall Street Journal zufolge in Kürze erwartet.
Time Warner will AOL abstoßen
Time Warner will sein Sorgenkind AOL durch einen Börsengang loswerden. Das gehe aus einer Mitteilung des Medienkonzerns an die US-Börsenaufsicht SEC hervor, melden das US-Blog All Things Digital und turi2. Vorher will Time Warner den fünfprozentigen Anteil zurückkaufen, den Google seit drei Jahren hält. Der Suchmaschinenanbieter hatte 2006 eine Millarde US-Dollar für seine Beteiligung bezahlt, die er derzeit mit einem Wert von 274 Millionen US-Dollar in seinen Büchern führt.
Der neue AOL-Chef Tim Armstrong, der Anfang April von Google zum Internetdienstleister kam, räumt unterdessen im Internehmen auf: Platform-A Präsident Greg Coleman, der erst vor drei Monaten von Yahoo zu AOL gewechselt hatte, nimmt seinen Hut. Ihn ersetzt Jeff Levick, den Armstrong aus gemeinsamen Zeiten bei Google. Außerdem geht Finanzchefin Nisha Kumar.
Der Umsatz von AOL war im ersten Quartal 2009 um 23 Prozent auf 867 Millionen US-Dollar eingebrochen, resultierend aus einem Rückgang der Abo-Einnahmen um 27 Prozent und der Werbeeinnahmen um 20 Prozent. Beim Gewinn verzeichnete das Unternehmen ein Minus von 37 Prozent.



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