14.10.2008, 10:34 Uhr

Geheimpapier: Wie Risikokapitalgeber mit der Finanzkrise umgehen

Was erwarten Risikokapitalgeber von ihren Portfolio-Unternehmen? Eine geheime Präsentation des US-Venture-Capital-Gebers Sequoia Capital gibt Aufschluss.
Wie beeinflusst die gegenwärtige Finanzkrise Risikokapitalgeber? Diese Frage diskutierten auf Einladung des US-Investors Sequoia Capital führende VC-Unternehmen in einer geheimen Konferenz. Teile der Präsentation sind jetzt an die Öffentlichkeit gelangt. Demzufolge erwarten die Venture-Capital-Unternehmen Herausforderungen wie weniger Übernahmen, fallende Unternehmenspreise, längere Zeiten bis zum Börsengang und niedrigere Börsenerlöse.
Das hat auch Folgen für Jungunternehmen, an denen VCs beteiligt sind. Hier werden die Investoren in Zukunft verstärkt auf sieben Punkte achten:
1. Es muss sich um ein Must-Have-Produkt handeln
2. Es muss ein etabliertes Revenue-Model geben
3. Man muss die Marktentwicklung verstehen
4. Zahlungsfähige Kundschaft
5. Bewertung gegenüber Mitbewerbern
6. Cash is king
7. Zwang zur Profitabilität
Erreicht werden soll dieser Zustand durch massive Einschnitte bei den Beteiligungen. So sind unter anderem Stellenstreichungen und Gehaltskürzungen im Notfallplan von Sequoia erwähnt. Darüber hinaus sollen Gehälter im Vertrieb stärker erfolgsbasiert erfolgen. Das Ziel ist klar: So schnell wie möglich profitabel werden.
Deutsche Startups sind von den Maßnahmen allerdings nicht so stark betroffen wie amerikanische. Denn hierzulande gelten oben genannte Kriterien eigentlich schon seit jeher.


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