Japanischer Groß-Investor 06.11.2019, 10:15 Uhr

Verlustreiches Start-up WeWork belastet Softbank

Das strauchelnde Start-up WeWork belastet seinen Investor Softbank enorm: Wie der japanische Konzern bekanntgab, schmolz der Nettogewinn zum Bilanzstichtag 30. September um satte 49,8 Prozent auf 421,5 Milliarden Yen (3,5 Milliarden Euro).
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Milliardenschwere Investitionen in das strauchelnde Start-up WeWork haben die Halbjahres-Bilanz des japanischen Großaktionärs Softbank mächtig verhagelt. Wie der japanische Konzern am Mittwoch bekanntgab, schmolz der Nettogewinn zum Bilanzstichtag 30. September um satte 49,8 Prozent auf 421,5 Milliarden Yen (3,5 Milliarden Euro).
Der Umsatz verharrte im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum bei 4,65 Billionen Yen (38 Milliarden Euro). Die Japaner hatten weitere 9,5 Milliarden US-Dollar (8,5 Milliarden Euro) über neue Kredite und den Kauf von Anteilen in das verlustträchtige und viel Geld verbrennende New Yorker Flop-Unternehmen gepumpt, um das Start-up zu retten.

WeWork sanieren

Die SoftBank Group hatte in Firmen wie WeWork sowie die Uber Technologies Inc. überwiegend mittels des fast 100 Milliarden US-Dollar schweren Vision Fonds investiert. In Folge der Abschreibungen auf diese Investitionen verbuchte der Konzern einen operativen Verlust von 572,6 Milliarden Yen (4,74 Milliarden Euro), wie Softbank weiter bekanntgab. Softbanks Chief Operating Officer Marcelo Claure soll nun WeWork sanieren.
Das Start-up ist für die Japaner schon daher von Bedeutung, da sie schon mehr als zehn Milliarden US-Dollar in den New Yorker Büroraum-Anbieter gepumpt haben. Prognosen für das noch bis zum 31. März 2020 laufende Gesamtgeschäftsjahr gibt Softbank nicht bekannt.

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