Logistik-Start-up 30.04.2018, 13:32 Uhr

Qool collect: Zentrale Abholstation für Bestellungen aller Art

Abholen als Erlebnis: Damit positioniert sich das Münchner Start-up Qool collect. In bisher fünf Ladengeschäften sollen Kunden Online-Bestellungen und Lieferungen lokaler Händler abholen, anprobieren und zurückschicken können.
(Quelle: Qool collect )
Die Ladengeschäfte von Qool collect sehen ganz anders aus, als es Kunden beispielsweise von Hermes-Shops gewöhnt sind. Neben einem Abholschalter für normale Pakete gibt es Kühl- und Tiefkühlboxen für Lebensmittelbestellungen und sogar eine Umkleidekabine, in der bestellte Kleidungsstücke vor Ort anprobiert werden können.
Der Gedanke hinter den schicken Qool-Stores ist aber der gleiche wie bei den Hermes- und DPD-Shops, bei den DHL-Packstationen oder auch den Amazon Lockers, die man immer häufiger an Rewe-, Edeka- oder Penny-Märktens sieht: Es geht um Versandkonsolidierung.
"Der Kunde kann bei uns alle Online-Bestellungen, Einkäufe bei lokalen Händlern oder auch die gereinigten Kleidungsstücke aus der örtlichen Reinigung zentral abholen, er muss nicht zuhause sein, wenn das Paket ankommt oder zu den üblichen Post-Öffnungszeiten am Schalter stehen", erklärt Qool-Gründer Stefan Müller sein Konzept. "Aus Retailsicht sind wir Citylogistik-Partner, Verpackungslösung-Anbieter und wir helfen beim Marketing mit - und ein kompletter Bezahlservice ist auch mit inbegriffen."

Verpackungsmaterial, Retouren und Co.

Verpackungsmaterial wird vom Qool-Shop entsorgt, auch Retouren können auf Wunsch dort wieder aufgegeben werden. Zudem glänzen die Shops mit langen Öffnungszeiten bis spät in den Abend hinein. Und: Das System ist im Gegensatz zu den Konsolidierungslösungen der Paket-Dienstleister offen und übergreifend: Online-Bestellungen von Otto oder Amazon, die mit DHL oder Hermes verschickt werden, können ebenso in die Stores des Start-ups geliefert werden wie eine Order über vier Rinderfilets vom örtlichen Metzger.
Dafür setzt das Start-up auf zwei Finanzierungsansätze: Lokale Partner-Händler bezahlen für die Logistikleistung des Start-ups, also die Abholung und Lagerung der Waren. Lässt ein Kunde hingegen ein Paket eines nicht verpartnerten Händlers (wie z.B. Amazon) in den Qool-Store liefern, muss er dafür 1,99 Euro pro Lagertag bezahlen - zuzüglich zu den Versandkosten des Händlers.
Wer gerne noch mehr darüber erfahren möchte, wie das Start-up Qool die City-Logistik neu gestaltet, kann das auf der eLogistics World Conference in München tun. Seid am 17. Juli mit dabei und sichert euch schnell ein Ticket.



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